Energiesparen in Krisenzeiten Bundestag will weniger heizen und weniger kühlen

Die Energiekrise macht auch vor dem Berliner Politikbetrieb nicht halt: Der Ältestenrat hat ein neues Konzept zum Energiesparen beschlossen. Im Sommer könnten Debatten bald bei 26 Grad geführt werden.
Klimawandel im Plenarsaal: der Bundestag will Energie sparen

Klimawandel im Plenarsaal: der Bundestag will Energie sparen

Foto: Michael Kappeler / dpa

Die steigenden Energiekosten in Deutschland sorgen den Bundestag. Der will deshalb künftig seine Räume im Winter weniger heizen und im Sommer weniger kühlen. Der Ältestenrat hat beschlossen, dass die Büroräume für Abgeordnete, ihre Mitarbeiter und die Bundestagsverwaltung im Winter nur noch auf 20 statt bisher 22 Grad erwärmt werden. Sorgten die Klimaanlagen bisher im Sommer je nach Außentemperatur für angenehme 24 bis 26 Grad, werden es künftig 26 bis 28 Grad sein. Über das Energiespar-Konzept hatte der »Tagesspiegel«  zuvor berichtet.

Heißer zugehen – und nicht nur wegen strittiger Themen – wird es künftig auch im Plenarsaal sowie in den Fraktions- und Ausschusssitzungssälen. Sie werden im Sommer nicht mehr wie bisher auf 22 bis 24 Grad heruntergekühlt, sondern auf nur noch 24 bis 26. Im Winter sollen sie wie die Büros nur noch auf 20 und nicht mehr auf 22 Grad erwärmt werden.

Nur noch kaltes Wasser

In Gebäuden mit dezentraler Warmwasserbereitung soll es künftig nur noch kaltes Wasser geben. Durchlauferhitzer in den Büros werden dem Beschluss zufolge abgeschaltet. In Gebäuden mit zentraler Warmwasserbereitung soll diese aber aus anlagenhygienischen Gründen in Betrieb bleiben. Gespart werden soll zudem bei der Beleuchtung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stimmte nur die AfD im Ältestenrat den Änderungen nicht zu.

In dem Beschluss wird darauf hingewiesen, dass der Bundestag damit angesichts der aktuellen Situation einen signifikanten Beitrag zum Energiesparen leiste. Schon jetzt sei die Energieversorgung für viele Gebäude äußerst effizient organisiert. So werde Wärme aus hochwirksamer Kraft-Wärme-Koppelung gewonnen, für bis zu 50 Prozent der benötigten Kühlung im Sommer werde kaltes Wasser genutzt, das im Winter in unterirdischen Speichern eingelagert werde.

atb/dpa
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