Energiewende Bundesrat stimmt Atomausstieg zu

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das Ende der Kernkraftnutzung. Damit bleiben die acht bereits abgeschalteten Atomkraftwerke nun endgültig vom Netz. Die übrigen folgen bis 2022.


Berlin - Der Bundesrat hat den stufenweisen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 gebilligt. Damit ist auch das sofortige Aus für acht Atomkraftwerke endgültig. Bis September soll die Bundesnetzagentur entscheiden, ob eines der acht stillgelegten AKW für den Fall von Stromengpässen bis 2013 in Bereitschaft bleibt. Die stillgelegten Meiler sollen nun zurückgebaut werden.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat bis zuletzt bei den Ländern um Zustimmung für Atomausstieg und Energiewende geworben. Der CDU-Politiker sagte im Bundesrat, Bund und Länder träfen gemeinsam "eine wirkliche grundsätzliche positive Weichenstellung" in der Energiepolitik. Dabei setzten beide Seiten auf Konsens.

An die Wirtschaft gehe davon das Signal aus: "Jetzt ist die Grundlage da, jetzt ist Berechenbarkeit da." Es handele sich um ein staatliches Gemeinschaftsprojekt, sagte Röttgen. Es sei überhaupt keine Frage, dass die Energieversorgung in Deutschland dezentraler werde. Das "nationale Gemeinschaftswerk" bedeute auch, dass Windenergie auf See und an Land vergleichbar gefördert würden.

Die Energiepolitik müsse permanent angepasst, nicht nachgebessert werden, sagte Röttgen. "Sie ist nicht in Stein gemeißelt."

Der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig, SPD, mahnte, es sei nur ein halber Konsens erreicht worden. "Ich sage das ausdrücklich. In der Tat: Es wird nachgebessert werden müssen."

Mit dem Beschluss der Länder wird als Folge der Katastrophe von Fukushima die erst im Herbst 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung endgültig zurückgenommen. Die Reihenfolge der Abschaltung bei den neun verbleibenden Atommeilern sieht so aus: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C sowie 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland.

ler/dpa



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ostap 08.07.2011
1. sehr gut!
Zitat von sysopDer Atomausstieg ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das Ende der Kernkraftnutzung. Damit bleiben die acht bereits abgeschalteten*Atomkraftwerke nun endgültig vom Netz. Die übrigen folgen bis 2022. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773200,00.html
Yeah!!! Endlich mal eine gute Nachricht von unseren Regierenden!
tempus fugit 08.07.2011
2. Endgültig aus! Und wann beginnt das endgültige Wegmachen!???
Zitat von sysopDer Atomausstieg ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das Ende der Kernkraftnutzung. Damit bleiben die acht bereits abgeschalteten*Atomkraftwerke nun endgültig vom Netz. Die übrigen folgen bis 2022. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773200,00.html
Und wie geht's weiter mit den 8 'abgeschalteten' Atomkraftwerken? Stehen die jetzt rum oder werden - lauwarum? - gefahren, denn abkühlen tun die nicht - die müssen weiter und weiter gehzegt und gepflegt werden - über Jahrzehnte... Oder warten die Betreiber nur drauf, bis wieder Atomwetter herrscht? Wie von 2001 bis zum AA im November 2010? NB: Gab's hier nicht paar Atomfreunde, die meinten die GrünMohren hätten ihren Dienst mit dem AAA getan? Ich glaub' eher, die haben noch recht viel zu tun, um der schwarz-gelben GurkenWildsautruppe Feuer unter den Hintern zu machen, dass der Rückbau der 'endgültig abgestellten Schrottmeiler' so beginnt, dass sie nicht mehr ans Netz können! Eine wahrlich nicht einfach Aufgabe! Und wohl echt anstrengend!
Zwiebel, 08.07.2011
3. Ab 2022 keine Tankstellen mehr in Deutschland
Ok., der Titel ist ein Joke, aber was hätten die Bürger und der Bundesrat gemacht, wenn man ihnen dies zum Abstimmen vorgelegt hätte. Ein Verbot, dass ab 2022 Tankstellen betrieben werden dürfen, hätte selbst der Dümmste für Schwachsinn gehalten und dabei folgerichtig festgestellt, dass Autos und LKW´s eben Treibstoff benötigen. Beim Atomausstieg und der Notwendigkeit bezüglich preiswerter Energie für die Bürger und die Wirtschaft, tischt man aber den Bürgern Märchen in Bezug auf angebliche Innovationen auf, die nicht in der Lage sind den aktuellen Strombedarf bzw. den bis dahin weiter gestiegenen Strombedarf für 2022 zu decken. Wenn´s ums Auto geht, versteht der Deutsche kein Spaß, aber wenn es "nur" um den Strom aus der Steckdose geht, dann lässt er sich auch gerne noch mehr Geld aus dem Portemonnaie nehmen. Übrigens, Frankreich zahlt heute schon rund 40% weniger für den Strom als wir und die Österreicher können dank Wasserkraft leicht auf AKW´s verzichten, weil deren Strompreise rund 50% niedriger sind als unsere. Wenn dagegen regenerativer Strom durch Solar oder Wind in unseren Breitengraden rentabel wäre, so hätte er sich bereits durchgesetzt. Nun wird aber eine Sackgasse durch Steuersubventionen aufrecht erhalten. Ist so ähnlich wie bei der Steinkohleförderung. Im übrigen verbaut die Regierung damit die Möglichkeit bessere Lösungen zu erforschen, weil sie sich arrogant anmaßt schlauer zu sein als die Wirtschaft oder Wissenschaftler. Die Politiker sind somit "fachfremd" und beschließen ohne Fakten eine Energiepolitik, die weder wirtschaftlich noch umweltmäßig die beste Lösung darstellt. Eine besser Lösung kann nun aber nicht mehr gefunden werden, weil die Gelder für deren Erforschung bereits für die Sackgasse Photovoltaik und Windkraft ausgeben werden. Wenn im Winter vielleicht ein paar Lichter ausgehen, wird vielleicht dem deutschen Michel dann endlich ein Licht aufgehen, wenn die Glotze und der Computer so dunkel bleibt wie die Wohnung bei klirrender Kälte.
tempus fugit 08.07.2011
4. Billig - sogar die Argumente...
Zitat von ZwiebelOk., der Titel ist ein Joke, aber was hätten die Bürger und der Bundesrat gemacht, wenn man ihnen dies zum Abstimmen vorgelegt hätte. Ein Verbot, dass ab 2022 Tankstellen betrieben werden dürfen, hätte selbst der Dümmste für Schwachsinn gehalten und dabei folgerichtig festgestellt, dass Autos und LKW´s eben Treibstoff benötigen. Beim Atomausstieg und der Notwendigkeit bezüglich preiswerter Energie für die Bürger und die Wirtschaft, tischt man aber den Bürgern Märchen in Bezug auf angebliche Innovationen auf, die nicht in der Lage sind den aktuellen Strombedarf bzw. den bis dahin weiter gestiegenen Strombedarf für 2022 zu decken. Wenn´s ums Auto geht, versteht der Deutsche kein Spaß, aber wenn es "nur" um den Strom aus der Steckdose geht, dann lässt er sich auch gerne noch mehr Geld aus dem Portemonnaie nehmen. Übrigens, Frankreich zahlt heute schon rund 40% weniger für den Strom als wir und die Österreicher können dank Wasserkraft leicht auf AKW´s verzichten, weil deren Strompreise rund 50% niedriger sind als unsere. Wenn dagegen regenerativer Strom durch Solar oder Wind in unseren Breitengraden rentabel wäre, so hätte er sich bereits durchgesetzt. Nun wird aber eine Sackgasse durch Steuersubventionen aufrecht erhalten. Ist so ähnlich wie bei der Steinkohleförderung. Im übrigen verbaut die Regierung damit die Möglichkeit bessere Lösungen zu erforschen, weil sie sich arrogant anmaßt schlauer zu sein als die Wirtschaft oder Wissenschaftler. Die Politiker sind somit "fachfremd" und beschließen ohne Fakten eine Energiepolitik, die weder wirtschaftlich noch umweltmäßig die beste Lösung darstellt. Eine besser Lösung kann nun aber nicht mehr gefunden werden, weil die Gelder für deren Erforschung bereits für die Sackgasse Photovoltaik und Windkraft ausgeben werden. Wenn im Winter vielleicht ein paar Lichter ausgehen, wird vielleicht dem deutschen Michel dann endlich ein Licht aufgehen, wenn die Glotze und der Computer so dunkel bleibt wie die Wohnung bei klirrender Kälte.
Zum letzten Satz: So wie im Winter 2005, als wegen was über Tage und grossflächig im Münsterland der Strom ausfiel? Weil die EVU - 5 Jahre nach dem Ausstieg - auf die Neulieferung von HöSMasten warteten, um die >80 jährigen und versprödeteten Thomasstahldinger aus Hindenburgs Zeiten zu ersetzen? In dem Jahr, wo die Netzbetreiber 18 Mrd. Umsatz machten und davon 0,6 (nullkommasechs!) Mrd. für folgendes ausgaben - so die Netzagentur: Die Stromausfälle 2006 - europaweit bis Marokko - oder in 2009 in Hamburg (durch die Pleite des SuperAtommeiler Krümmel) mal aussen vor... Oder - so unser Fackus - am 29.6.11 am Hochrhein - 2 x 1 Std. Stromausfall - wegen was? "Wir hatten hier am Hochrhein vorgestern 2 mal ne Stunde Stromausfall. Schöne neue grüne Welt." Mal gespannt, welche EE-Ursache dafür ursächlich war... (;>)))
stromer60 08.07.2011
5. gute nacht deutschland
Zitat von sysopDer Atomausstieg ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag billigte auch der Bundesrat das Ende der Kernkraftnutzung. Damit bleiben die acht bereits abgeschalteten*Atomkraftwerke nun endgültig vom Netz. Die übrigen folgen bis 2022. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773200,00.html
deutschland hat wieder mal eine historische chance auf spektakulaere weise verspielt. die deindustrialisierung deutschlands ist einen entscheidenden schritt weiter. zufallsgeneratoren auf wind und solarbasis oder verbrennung von lebensmitteln (biomasse) sollen das land retten. die sichersten und produktivsten kernkraftwerke der welt werden bzw. wurden bereits abgeschaltet. alles wegen der gezielt geschuerten hysterischen anti atom panik und desinformation. kein anderes land dieser welt waehlt einen derartigen weg ins verderben. eine panikartige volksverdummung,die ihresgleichen sucht. http://www.buerger-fuer-technik.de/Dreizehn_und_ein_Energiewende-Marchen.pdf http://www.entsoe.net/data.aspx?IdMenu=1 http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-wind http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-solar der fehlende strom kommt nun aus frankreich und tschechien. atomstrom natuerlich. dort freut man sich und schuettelt gleichzeitig den kopf wegen der raetselhaften german angst. unsere gesamte politik wurde nur von dieser panik und hysterie getrieben. gute nacht deutschland.
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