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Erfurt Rechsextremisten gestehen Anschlag auf Synagoge

Der Anschlag auf die Erfurter Synagoge ist aufgeklärt. Die drei 17 und 18 Jahre alten Rechtsextremisten haben die Tat gestanden, sagte Thüringens Innenminister Christian Köckert. Unterdessen wurde eine Ermittlungspanne der Polizei bekannt.

Erfurt - Bereits am Ostersonntag war ein 18-jähriger Rechtsextremist festgenommen worden. In der Untersuchungshaft gestand der einschlägig Vorbestrafte die Tat und verriet seine Komplizen. Daraufhin wurden am Mittwochabend die beiden anderen Beschuldigten festgenommen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Spurensicherer einen zweiten Brandsatz auf dem Dach der Synagoge übersahen. Die Reste des Molotow-Cocktails wurden erst am Donnerstagmorgen nach einem Hinweis der Tatverdächtigen gefunden. Beide Brandsätze waren nicht gezündet und hatten keinen Schaden am Gebäude angerichtet.

Zwei der drei Verdächtigen seien der NPD-Absplitterung "Bund Deutscher Patrioten" zuzurechnen. Diese beiden sollen auch die Molotow-Cocktails geworfen haben. Sie hätten den Anschlag schon Tage zuvor allein geplant und am 20. April, Hitlers Geburtstag, ausgeführt. Hintermänner gäbe es höchstwahrscheinlich nicht.

Gegen zwei der verdächtigen wurde Haftbefehl beantragt. Dagegen sollte der bislang unbescholtene 18-jährige Fahrer des Fluchtwagens auf freien Fuß gesetzt werden. Er will von den Plänen seiner Freunde nichts gewusst haben. Alle drei stammen aus dem Raum Gotha.