Ex-CDU-Politikerin Erika Steinbach hat jetzt ein AfD-Parteibuch

Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach ist in die AfD eingetreten. Der Anlass war ihr zufolge die Art und Weise, wie sich der langjährige AfD-Parteichef Jörg Meuthen zurückgezogen hat.
Erika Steinbach

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Erika Steinbach hat jetzt wie angekündigt ein Mitgliedsbuch der AfD. Dies sei eine Reaktion auf den Rückzug von Jörg Meuthen als AfD-Chef, sagte die ehemalige CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Meuthen hatte seinen Austritt aus der AfD damit begründet, große Teile der Partei hätten sich für einen immer radikaleren Kurs entschieden (lesen Sie hier mehr ). Dies sei infam und entspreche nicht der Wahrheit, sagte Steinbach. Die 78-Jährige ist bereits seit 2018 Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Schon bei ihrer Ankündigung in die AfD einzutreten, hatte sie als Gründe unter anderem den »indiskutablen Umgang von Medien und Politik mit der AfD«, vor allem aber den »nicht nachvollziehbaren Austritt Jörg Meuthens« aus der Partei, der »bewusst zerstörerisch« und ein »Schlag ins Gesicht« der Parteianhänger sei, genannt.

2017 war sie aus der CDU ausgetreten. Begründet hatte die konservative Politikerin den Schritt damals vor allem mit ihrer Kritik an der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Zuvor war Steinbach lange Präsidentin des Bundes der Vertriebenen gewesen.

als/dpa