Schwarzwald, Harz und Erzgebirge Gedränge in deutschen Wintersportgebieten

Volle Parkplätze, volle Pisten: Im Erzgebirge, Schwarzwald und Harz waren am Weihnachtswochenende viele Menschen unterwegs. Nun bittet das baden-württembergische Gesundheitsministerium darum, die Regeln nicht auszureizen.
Winterwanderer auf dem Brocken im Harz am Weihnachtswochenende

Winterwanderer auf dem Brocken im Harz am Weihnachtswochenende

Foto: ArcheoPix / Christian Grube / imago images

Nach teils dichtem Gedränge in Wintersportorten im Schwarzwald rund um Weihnachten sorgen sich die Behörden vor neuen chaotischen Zuständen durch Tagesausflügler. Vor dem langen Wochenende zum Jahreswechsel rief das Landesgesundheitsministerium zu Zurückhaltung auf.

»Wir appellieren an die Menschen, auf Tagesausflüge zu verzichten und die bestehenden Regeln nicht auszureizen«, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Ministeriums. Im Höhenort Dobel hatte die Polizei am Wochenende die Zufahrtsstraßen sperren müssen.

Der Schwarzwald war nicht der einzige Ort mit überfüllten Skipisten. Über die Feiertage und den Sonntag hatten Menschen in ganz Deutschland Wintersportgebiete aufgesucht und sich zum Teil unter dichtem Gedränge auf die Pisten begeben. Die Polizei in Goslar berichtete auf Twitter  von Staus und überfüllten Parkplätzen im Oberharz, jeder solle auf Tagesausflüge verzichten.

Auch die sächsische Polizei berichtet von dichtem Gedränge, vor allem im Erzgebirge, wo die Inzidenzwerte mit Abstand am höchsten sind. Auf dem bei Wintersportlern beliebten Fichtelberg registrierten die Beamten an den beiden Weihnachtsfeiertagen insgesamt 106 Verstöße gegen die Corona-Regeln – obwohl es in Sachsen besonders strenge Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gibt.

Wintersport als »triftiger Grund«, die Wohnung zu verlassen

In Sachsen darf die Wohnung laut Corona-Schutzverordnung derzeit nur aus triftigem Grund verlassen werden. Sport gilt als solcher Grund – allerdings nur in einem 15-Kilometer-Radius um den eigenen Wohnort. Bilder im Netz zeigen volle Parkplätze in Oberwiesenthal und anderen Wintersportorten des Erzgebirges, viele Fahrzeuge führen Nummernschilder aus weiter entfernten Landkreisen.

Nach Berichten der »Leipziger Volkszeitung«  waren viele Menschen ohne Maske unterwegs, es kam zu Gedränge. Die sächsische Polizei will nach eigenen Angaben  auch in den kommenden Tagen Kontrollen durchführen.

In ganz Deutschland gelten nach den Lockerungen über die Weihnachtsfeiertage wieder Kontaktbeschränkungen bis zum 10. Januar. An Silvester, Neujahr sowie dem Wochenende sind damit tagsüber Sport und Bewegung an der frischen Luft zwar möglich – allerdings nur allein oder gemeinsam für bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten.

mrc/dpa
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