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Sicherheitspolitik EU fürchtet russische Auftragsmorde in der Europäischen Union

aus DER SPIEGEL 15/2022

Der EU-Antiterrorbeauftragte Ilkka Salmi warnt davor, dass durch den Ukrainekrieg auch die Sicherheit innerhalb der Europäischen Union bedroht werden könnte. Bei einem Treffen der EU-Innenminister Ende März sprach der Finne laut Teilnehmern von möglichen Vergeltungsmaßnahmen Russlands durch Cyberangriffe. Auch von Russland angestiftete politische Morde in der EU könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte Salmi. Bedenklich sei auch, so berichtete er demnach in Brüssel, dass Rechtsextremisten aus der EU zum Kämpfen in die Ukraine gereist seien.

Aus: DER SPIEGEL 15/2022

Das Fanal von Butscha

Hinrichtungen, Folter, Vergewaltigungen – über vier Wochen hinweg haben mutmaßlich russische Truppen in der Kleinstadt Butscha gewütet. Überlebende berichten von grauenhaften Szenen. Der Westen verhängt nun neue Sanktionen gegen Moskau. Und Ermittler bereiten Anklagen gegen die Tatverdächtigen vor.

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Für die russische Seite kämpfen dort laut Salmi Ultranationalisten aus Serbien und Bosnien. Auch die vielen Waffen, die nun in der Ukraine im Umlauf seien, könnten zum Problem werden, warnte er. »Die große Verbreitung von Schusswaffen kann auf lange Sicht zu einem erheblichen Risiko für die EU werden«, sagte der Finne dem SPIEGEL auf Nachfrage. »Terroristen und Kriminelle könnten das Kriegschaos ausnutzen, um Waffen zu stehlen oder weiterzuverkaufen.« Er sei auch besorgt über ein zwar unwahrscheinliches, aber folgenschweres Szenario, wonach »chemische und nu­kleare Stoffe in den falschen Händen landen« könnten.

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