Umfrage zu EU-Kommissionspräsident Merkel soll Juncker auch gegen Widerstand unterstützen

Kanzlerin Merkel soll Jean-Claude Juncker zum EU-Kommissionspräsidenten machen - das wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen laut einer Umfrage. Fast die Hälfte der Befragten könnte sich mit einem EU-Austritt der Briten abfinden.

Bundeskanzlerin Merkel: Lobby-Arbeit für Juncker
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Bundeskanzlerin Merkel: Lobby-Arbeit für Juncker


Berlin - Jean-Claude Juncker ist als Kandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten heftig umstritten. Dennoch wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen, dass Kanzlerin Angela Merkel den konservativen Spitzenkandidaten weiter unterstützen soll.

Das ging aus einer Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" hervor. Hingegen gaben lediglich 19 Prozent an, Merkel solle zugunsten eines guten Verhältnisses zu den Briten von Juncker abrücken.

Der britische Premier David Cameron wehrt sich dagegen, dass Juncker Präsident der EU-Kommission wird. Cameron soll mit dem Austritt seines Landes aus der EU gedroht haben, falls Juncker Kommissionspräsident wird.

  • 51 Prozent der Deutschen würden einen solchen Schritt der Briten nach den Angaben bedauern.
  • Dagegen könnten sich 41 Prozent mit einem EU-Austritt Großbritanniens durchaus abfinden.

Das Umfrageinstitut hat die Daten vor Merkels Mini-Gipfel in Schweden erhoben. Dabei hatten sich die Bundeskanzlerin, Cameron und die Regierungschefs von Schweden und den Niederlanden im schwedischen Harpsund getroffen, um neben anderen Themen über die Besetzung des Kommissionspräsidentenamts zu sprechen.


Daten zur Umfrage

Stichprobe: Das Forsa-Institut befragte nach eigenen Angaben 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Zeitraum: 4. und 5. Juni 2014

Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte

kes/dpa

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insgesamt 72 Beiträge
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happy2010 11.06.2014
1.
Juncker, ein Vetreter einer der schlimmsten Steueroasen dieses Planeten, Luxemburg, ist sicherlich kein Europäer, den man sich als Vorbild nehmen sollte Letztendlich wurde auch mit Ihm in Luxemburg ein Steuersystem installiert, welches jeden europäischen Steuerzahler mit 100erten von Euro im Jahr belastet. sollte er hingegen auf seine alten Tage dazugelernt haben, sollte er erkannt haben, das Steuerdumping jeden Steuerzahler mit fast 1/3 unnötiger Steuern belastet, sollte er erkannt haben, das Steuerwettbewerbsvorteil woanders Dumpinglohn erzwingt, sollte er wirklich Steueroasen bekmpfen (also auch sein Heimatland) dann wäre das ein Wunder
fakabi123 11.06.2014
2. Die EU muss endlich aufwachen !
Besonders nach dieser Wahlschlappe.Allgemein muss die EU aufpassen, dass die Randparteien nicht noch mehr an Zustimmung erlangen. Die Wähler sind mit der EU unzufrieden und das ist auch ihr gutes Recht ! Die EU sollte endlich mal auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen, sonst wird sich diese Situation verschlimmern !
joG 11.06.2014
3. Ein wesentlicher Grund für solche Meinungen, wie sie von der Umfrage....
.....dukumentiert werden, sind Folge der Darstellung durch die hiesigen Medien mit solchen Sätzen: "Cameron soll mit dem Austritt seines Landes aus der EU gedroht haben, falls Juncker Kommissionspräsident wird." Das ist unverantwortlich, weil es das Gesgte falsch darstellt. Cameron hat nur darauf hingewiesen, dass ein solches Vorgehen die Wahrscheinlichkeit nur hebt, dass die Bevölkerungen sich gegen die EU einnehmen lassen. Dabei war auch gemeint, dass man dem Volk nicht hätte weis machen sollen, dass es den Präsidenten wählt. Das war bereit falsch und lenkte die Köpfe in eine gefährliche Richtung.
MeineMeinungist... 11.06.2014
4. Das geht zu weit,
das die Briten mit einem Austritt drohen. Das bedeutet immer, alles oder nichts und ist Erpressung. Auf dieser Basis funktioniert Europa nicht. Die gesamte EU macht sich lächerlich, wenn 2 auserkorene Spitzenkandidaten, plötzlich nicht mehr antreten dürfen, weil sich jetzt nach der Wahl Länder dagegen aussprechen. Ein solches Europa will ich nicht und das war auch nicht so versprochen. Leider hatten damals deutsche Politiker den Beitritt Deutschland zur Währungsunion getürkt, weil sie das Ergebnis kannten, welches bei einer Volksabstimmung herausgekommen wäre. Jetzt fällt ihnen alles vor die Füße, insbesondere die Zustimmung der Deutschen zu Europa. Daran erkennt man auch wie scheinheilig sich die Politik verhält, wenn davon gesprochen wird, wir müssen die Bürger mitnehmen. So geht es gar nicht. Auch wenn ich absolut kein Merkel- und CDU-Freund bin, erwarte ich, dass die Kanzlerin einen der aufgestellten Kandidaten unterstützt. Sollte Junker nicht die Mehrheit im EU-Parlament erhalten, dann ist Martin Schulz der nächste Kandidat. Erst wenn auch er keine Mehrheit erhält, ist das Parlamentaufgefordert, sich einen anderen Kandidaten zu suchen.
weristderschönsteimland 11.06.2014
5. Juncker for President
Ein Beispiel dafür, wie manipulativ die bürgerliche Presse sein kann. Die Focusfrage ist ja nicht, ob man für Juncker generell ist - sondern, man muß sich entscheiden, was sozusagen schlimmer ist - juncker oder Britannien oder so ähnlich. Die Fragestellung wird hier ja nicht einmal wortgetreu zitiert. Natürlich ist die Focusbefragung politisch/ökonomisch motiviert. Focus ist natürlich für den konservativ(mafiotischen) Juncker.
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