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14. November 2013, 15:34 Uhr

EU-Parlamentsvize

FDP-Politiker Alvaro stand bei Unfall offenbar unter Drogen

Der schwere Autounfall des FDP-Europapolitikers Alexander Alvaro kostete einen 21-Jährigen das Leben. Nun ist der ermittelnde Staatsanwalt sicher, dass der Vizepräsident des EU-Parlaments zum Unfallzeitpunkt unter Drogen stand. Ob er deswegen fahruntüchtig war, ist aber noch unsicher.

Köln - Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Alvaro (FDP), stand bei seinem schweren Autounfall im Februar offenbar unter Drogen. "Zum Zeitpunkt der Tat stand Herr Alvaro unter dem Einfluss von Drogen", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Der SPIEGEL hatte Ende Oktober über die Drogenermittlungen gegen Alvaro berichtet.

Ob die Drogenmenge aber strafrechtlich von Relevanz sei, sei noch Gegenstand von Untersuchungen. Aufschluss über Alvaros Fahrtüchtigkeit zum Unfallzeitpunkt solle ein "ergänzendes Gutachten" geben.

Bei dem Unfall auf der Autobahn 1 bei Burscheid war in der Nacht zum 23. Februar ein 21-Jähriger ums Leben gekommen. Gegen Alvaro wird seit dem Frühjahr wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der FDP-Politiker war mit seinem Wagen auf das querstehende Auto des 21-Jährigen geprallt. Alvaro selbst trug schwere Verletzungen davon, ebenso zwei weitere Insassen des anderen Wagens.

Alvaros Anwalt Achim Doerfer sagte der "Bild"-Zeitung zu dem Drogenbefund: "Wir stellen die Befunde der Staatsanwaltschaft ausdrücklich nicht in Abrede", schränkte aber ein: "In jedem Fall haben sie keine strafrechtliche Relevanz." Alvaro ist seit 2004 Mitglied des EU-Parlaments. Mitte Oktober hatte der 38-Jährige angekündigt, dass er bei der Europawahl im Mai 2014 nicht mehr kandidieren wird.

ade/AFP/dpa

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