Generalsekretär der EU-Kommission Umstrittener EU-Spitzenbeamter Martin Selmayr verlässt Brüssel

Martin Selmayrs Beförderung zum Generalsekretär der EU-Kommission im Winter 2018 war hochumstritten. Jetzt hat er seinen Abschied angekündigt - das liegt an Ursula von der Leyen.

Martin Selmayr und Jean-Claude Juncker: Sie gelten als enge Vertraute
OLIVIER HOSLET/EPA-EFE/REX

Martin Selmayr und Jean-Claude Juncker: Sie gelten als enge Vertraute


Ende nächster Woche will Martin Selmayr seinen Posten als Generalsekretär der EU-Kommission aufgeben. "Ich werde nicht in Brüssel bleiben", sagte er dem Politikportal "Politico".

Zuvor hatte die Kandidatin für das Amt der Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, den Abgeordneten der Europäischen Volkspartei erklärt, dass Selmayr nicht Generalsekretär bleiben werde.

Der 48-jährige Vertraute des scheidenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker war 2018 unter umstrittenen Umständen zum höchsten EU-Beamten befördert worden. Die EU-Bürgerbeauftragte hatte dies kritisiert und das Europaparlament seinen Rücktritt gefordert.

Von der Leyens Ankündigung gilt als Zugeständnis an die kritischen Abgeordneten. Es wäre allerdings auch unüblich, dass der Generalsekretär dieselbe Nationalität hätte wie die Kommissionschefin. Von der Leyen stellt sich am Dienstagabend zur Wahl im Europaparlament.

höh/dpa

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