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27. Mai 2019, 13:33 Uhr

Interne CDU-Wahlanalyse

Buhmann gesucht

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In einer Blitzanalyse arbeitet die CDU die herbe Schlappe bei der EU-Wahl auf. Den massiven Schwund bei Jungwählern kreidet das interne Papier unter anderem der Jungen Union an.

Nach der historischen Wahlschlappe sucht die Union nach den Ursachen. Den Anfang machte die Parteispitze schon am späten Sonntagabend: Aus dem Konrad-Adenauer-Haus wurde eine erste Kurzanalyse an die Mitglieder des CDU-Bundesvorstands verschickt. Sie liegt dem SPIEGEL vor, zunächst hatte die "Welt" über das Papier berichtet.

Auf eineinhalb Seiten werden bereits konkrete Schlüsse aus dem schwachen Ergebnis bei der Europawahl gezogen - Schlüsse, die in der Partei durchaus noch für Diskussionen sorgen dürften.

Zunächst konstatiert die CDU-Zentrale auf Basis von Datenmaterial vom Wahlabend zwei Trends:

Von beidem profitierten vor allem die Grünen, heißt es in der Analyse.

Dann folgen im Kern folgende Befunde:

Der letzte Punkt birgt internen Konfliktstoff für die Union: JU-Chef Tilmann Kuban wies die Analyse bereits vehement zurück. "Das eigene Haus hat in der letzten Woche völlig versagt, und jetzt sollen andere schuld sein?", sagte Kuban der "Welt". "Wer auf YouTuber mit einer elfseitigen Hausarbeit antwortet, sollte lieber vor der eigenen Haustür kehren, als seinen Nachwuchs zu beschimpfen." Auch der Vorsitzende der WerteUnion, Alexander Mitsch, verwahrte sich gegen Schuldzuweisungen.

In dem Papier wird auch darauf hingewiesen, dass die Schwesterpartei diesmal besser da steht: "Wegen leichter Zugewinne der CSU gehen die Verluste für die Union in ihrer Gesamtheit auf das Konto der CDU." Die CSU aber dürfte mit dem Hinweis auf einen ausgebliebenen Weber-Bonus nicht unbedingt einverstanden sein.

Bemerkenswert ist, dass die Analyse mögliche Defizite von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihrem Generalsekretär Paul Ziemiak nicht anspricht, obwohl sie für den Wahlkampf der Partei verantwortlich sind. Das dürfte damit zusammenhängen, dass das Papier von engen Vertrauten der Führung des Konrad-Adenauer-Hauses erstellt wurde.

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