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Europa in Corona-Not Was bedeutet die Krise für Deutschlands Ratspräsidentschaft?

Das Virus macht alle deutschen EU-Planungen für die EU-Ratspräsidentschaft zunichte. Statt um schöne Projekte wird es nun um Hilfen für angeschlagene Staaten gehen.
aus DER SPIEGEL 18/2020
EU-Videogipfel am 23. April: Zahlreiche Details weiter offen

EU-Videogipfel am 23. April: Zahlreiche Details weiter offen

Foto: LISELOTTE SABROE / IMAGO IMAGES

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Was die Kunst betrifft, will sich die Bundesregierung von ihrer großzügigen Seite zeigen. Für das offizielle Kunstwerk zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft gewann sie Olafur Eliasson, Projektkünstler mit Weltruf und Däne mit Wohnsitz in Berlin. Bereits vor Monaten besichtigten Eliassons Mitarbeiter das luftige Foyer des Brüsseler Ratsgebäudes, um die besten Plätze für die Videobildschirme zu ermitteln. Darauf sollen Jugendliche aus allen Winkeln Europas zu Wort kommen, um der Politik ihre Hoffnungen für die Zukunft zu übermitteln.

Außenminister Heiko Maas ist mächtig stolz auf seinen Coup. Eliassons "Auseinandersetzung mit Demokratie, der Natur und den Folgen des Klimawandels trifft den zentralen Nerv unserer Gesellschaften", flötet er. Kosten des Projekts: sieben Millionen Euro.

Nicht nur künstlerisch hatte sich die Bundesregierung einiges für die deutsche Ratspräsidentschaft vorgenommen, auch politisch wollen die Deutschen davon profitieren, wenn sie am 1. Juli turnusgemäß für sechs Monate an die EU-Spitze aufrücken. Ratspräsidentschaften bieten die Gelegenheit, sich seinen Nachbarn in einem neuen Licht zu zeigen. Nach den Verwerfungen der Euro- und Flüchtlingskrise, in denen die Deutschen zunächst als kleinliche Geizlinge wahrgenommen wurden und dann als überhebliche Moralisten, sollten die nächsten Monate eigentlich eine Gelegenheit bieten, das ramponierte Image Berlins in der EU ein bisschen aufzupolieren.

DER SPIEGEL 18/2020
Foto:

cgs

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Es sind sechs Monate, die vielleicht auch ein europapolitisches Vermächtnis der Kanzlerin markieren könnten. Der Höhepunkt, ein Treffen aller EU-Staats- und Regierungschefs mit Chinas Präsident in Leipzig, wird auf Angela Merkels Wunsch seit Monaten geplant.

Doch nun zerstört die Coronakrise die sorgsam erarbeitete Dramaturgie.

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