Euro-Gipfel Westerwelle gibt die Briten noch nicht verloren

Guido Westerwelle setzt trotz der Blockadehaltung von Premier Cameron auf eine Fiskalunion aller 27 EU-Staaten. Die Türen stünden auch den Briten weiterhin offen, sagte der Bundesaußenminister: "Die Überzeugungsarbeit wird weitergehen."


Lissabon - Guido Westerwelle hält es für "bedauerlich, dass nicht alle mitmachen" bei der Fiskalunion. Doch der Außenminister will weiter versuchen, auch die Briten zu überzeugen. "Wir werden nichts unversucht lassen, dass sich alle Länder in der Europäischen Union diesem wichtigen Stabilisierungspaket anschließen", sagte Westerwelle am Freitagabend nach einem Treffen mit seinem portugiesischen Amtskollegen, Paulo Portas, in Lissabon. "Die Überzeugungsarbeit wird weitergehen."

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Freitag in Brüssel fast geschlossen auf die Gründung einer Fiskalunion verständigt. Einige Länder lenkten nach anfänglichen Bedenken ein und kündigten an, eine Mitwirkung zumindest prüfen zu wollen. Die Briten sperren sich aber weiter vehement gegen eine Änderung des Vertrags von Lissabon.

Die Türen stünden aber weiterhin offen, stellte Westerwelle klar. Der FDP-Politiker begrüßte die Brüsseler Entscheidungen. "Das ist ein geschichtsträchtiger Schritt in Richtung Stabilitätsunion", sagte er in Lissabon. "Aber es ist noch eine Menge zu tun." Er gehe nun davon aus, dass die Beschlüsse zügig umgesetzt werden. "Wir haben keine Zeit zu verlieren."

als/dapd

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kb26919 09.12.2011
1. Da die Briten ihre eigene Währung
Behielten,warum ist es dann wichtig für den Rest der Eurozone dass die Briten bei diesen Beratungen mitmachen? Wie erwartet,hat Cameron ganz klar die Interessen seiner Landsleute vertreten,was das dann fuer Konsequenzen für GB hat,muessen die Briten dann leben. genau wie wir mit den Problemen leben müssen die unsere Regiereung uns an den Hals hängt.
Chlodwich 09.12.2011
2. Allerdings
Zitat von kb26919Behielten,warum ist es dann wichtig für den Rest der Eurozone dass die Briten bei diesen Beratungen mitmachen? Wie erwartet,hat Cameron ganz klar die Interessen seiner Landsleute vertreten,was das dann fuer Konsequenzen für GB hat,muessen die Briten dann leben. genau wie wir mit den Problemen leben müssen die unsere Regiereung uns an den Hals hängt.
waren die Briten etwas klüger. Die Deutschen werden noch in Generationen zahlen werden, für die Dummheit ihrer Politiker und ihrer eigenen Gleichgültigkeit.
totalmayhem 09.12.2011
3.
Zitat von kb26919Behielten,warum ist es dann wichtig für den Rest der Eurozone dass die Briten bei diesen Beratungen mitmachen? Wie erwartet,hat Cameron ganz klar die Interessen seiner Landsleute vertreten,was das dann fuer Konsequenzen für GB hat,muessen die Briten dann leben. genau wie wir mit den Problemen leben müssen die unsere Regiereung uns an den Hals hängt.
Es geht weniger um "Beratungen" sondern um kommenden Bailouts, Italien hat ein ganz "dickes Ding" auf sich zukommen im Februar. Hier schwirrt igrendwo eine Grafik rum mit den "Zeitbomben", ein Blick genuegt, um zu sehen, wo der Hase im Pfeffer liegt.
wuhan-orthodox 09.12.2011
4.
Hm, da es ja nach den Prozenten zufolge eine unausgesprochene allgemeine Meinung ist. Nur ne Milchrechnung als als kommentar: List of countries by external debt - Wikipedia, the free encyclopedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Foreign_debt_by_country) bei http://en.wikipedia.org/wiki/Government_budget_by_country stuetzend aber wegen der liberalen finanzpolitik ab nem gewissen punkt sehr schnell wieder ins ausland abgeziehbar: List of countries by received FDI - Wikipedia, the free encyclopedia (http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_received_FDI) Dies mit einer massiven Deindustrialisierungs- und Privatiersierungswucht vereint... "The service sector is the dominant sector of the UK economy, and contributes around 73% of GDP."
c++ 09.12.2011
5. .
Zitat von sysopGuido Westerwelle setzt trotz der Blockadehaltung von Premier Cameron auf eine Fiskalunion aller 27 EU-Staaten. Die Türen stünden auch den Briten weiterhin offen, sagte der Bundesaußenminister: "Die Überzeugungsarbeit wird weitergehen." http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,802874,00.html
Wer angesichts der Rettungsschirme und der geplanten Hebel, der Bad Bank EZB von einem "Stabilitätspakt" spricht, macht sich doch nur lächerlich. Da werden Risiken im Billionen-Euro-Bereich geschaffen. Das soll Stabilität sein? Im übrigen sind nicht die Briten verloren, sondern Westerwelle, seine Tage als Außenminister sind gezählt.
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