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24. Juni 2019, 15:15 Uhr

Flugzeuge der Bundeswehr

Zwei "Eurofighter" in Mecklenburg abgestürzt - ein Pilot lebend gefunden

Bei einem Übungsflug über Mecklenburg-Vorpommern haben sich zwei "Eurofighter" in der Luft berührt und sind abgestürzt. Die Piloten betätigten offenbar den Schleudersitz, einer der beiden wurde nun gefunden.

Zwei "Eurofighter"-Kampfjets sind bei einem Übungsflug über Mecklenburg-Vorpommern zusammengestoßen und abgestürzt. Ein Pilot wurde nach Bundeswehrangaben lebend gefunden, er konnte aus einer Baumkrone geborgen werden. Vom zweiten gibt es noch keine Spur.

Die Jets gehörten zum Luftwaffengeschwader "Steinhoff" in Laage in der Nähe von Rostock. Insgesamt waren drei "Eurofighter" gemeinsam in für die Übung gesperrtem Luftraum unterwegs. Das Unglück geschah um 14 Uhr bei einer Luftkampfübung. Der dritte Pilot gab an, er habe anschließend zwei Fallschirme niedergehen sehen.

"Die 'Eurofighter' stießen in der Luft zusammen und stürzten dann ab", bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr dem SPIEGEL. Beiden Piloten gelang es offenbar, nach der Kollision die Schleudersitze zu betätigen und sich aus den Flugzeugen zu sprengen. Nach dem zweiten Piloten laufe die Suche auf Hochtouren, dabei würden zivile und militärische Hubschrauber eingesetzt.

Die Unglücksstelle befindet sich in der Nähe des Drewitzer Sees rund 35 Kilometer südöstlich von Güstrow. Eines der beiden Flugzeuge stürzte laut Verteidigungsministerium nahe der Ortschaft Jabel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in ein Waldstück. Das andere sei südlich der Ortschaft Nossentiner Hütte an einem Waldrand abgestürzt.

Die beiden Orte sind rund zehn Kilometer voneinander entfernt. Eine Sprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sagte, die Maschinen hatten keine Munition geladen. Die Polizei warnt dennoch davor, sich den Absturzstellen zu nähern.

Zuerst hatte der lokale Radiosender "Ostseewelle" über den Absturz berichtet. Der Sender zeigte ein kurzes Video, auf dem im Vordergrund ein See und im Hintergrund zwei schwarze Rauchwolken zu sehen sind. Der Rauch soll von den abgestürzten Flugzeugen stammen.

cht/mgb/dpa

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