5,5-Milliarden-Projekt Verteidigungsausschuss stimmt für Kauf von 38 neuen "Eurofightern"

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will ältere Kampfflieger ersetzen – nun hat der Verteidigungsausschuss zugestimmt. Der Haushaltsausschuss muss das Milliardenprojekt noch absegnen.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem "Eurofighter"

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem "Eurofighter"

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Der Verteidigungsausschuss des Bundestages hat dem Kauf von insgesamt 38 neuen Kampfflugzeugen zugestimmt. Das bestätigte die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Mitglied des Ausschusses, dem SPIEGEL. Für das Vorhaben stimmten demnach Abgeordnete von Union, SPD und der FDP. Die Grünen enthielten sich.

Die neuen Kampfflugzeuge des Herstellers Airbus sollen laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ältere Maschinen der Luftwaffe ersetzen. Insgesamt plant das Verteidigungsministerium, die "Tornado"-Flotte der deutschen Luftwaffe mit bis zu 93 "Eurofightern" und 45 US-amerikanischen F-18-Kampfflugzeugen zu verjüngen.

"Wir haben stark für die Beschaffung geworben", sagte Möller. Der Kauf unterstütze auch "die strauchelnden Luftfahrtstandorte".

Der Auftrag hat ein Volumen von 5,5 Milliarden Euro und umfasst auch die Beschaffung von Ersatzteilen und Ausrüstung. Er muss nun im Haushaltsausschuss abgesegnet werden. Darüber soll am Donnerstag abgestimmt werden.

Nachtrag: In einer ersten Version dieses Beitrag heiß es, die Grünen hätten dem Projekt im Verteidigungsausschuss ebenfalls zugestimmt. Tatsächlich hat sich die Partei enthalten.

mrc/dpa
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