Europäische Union Die Akzeptanz wächst

Die Europäischen Union ist im Ansehen der Deutschen gestiegen. Nur die Osterweiterung trifft noch immer auf massive Skepsis, ergab eine Umfrage des Allenbach-Instituts.


EU-Flagge: Die Deutschen wollen die EU, aber am liebsten ohne den Osten

EU-Flagge: Die Deutschen wollen die EU, aber am liebsten ohne den Osten

Spürbar hat sich die Einstellung gegenüber der EU in Deutschland verbessert. Wie aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesregierung hervorgeht, haben nur noch 20 Prozent der Bürger den Eindruck, dass die aus der EU-Mitgliedschaft resultierenden negativen Merkmale überwiegen. 51 Prozent sehen ein ausgewogenes Verhältnis von Vor- und Nachteilen. Noch im Jahr 2001 waren 37 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass für Deutschland aus der Zugehörigkeit zur EU überwiegend Belastungen entstehen. Die Zahl derer, die für ein langsameres Tempo beim europäischen Integrationsprozess plädieren, ist auf 23 Prozent gesunken. 1996 hatten sich 45 Prozent der Befragten für eine gemächlichere Gangart ausgesprochen. Beträchtlich sind indessen nach wie vor die Vorbehalte gegen die Osterweiterung: 47 Prozent befürchten eine damit einhergehende Schwächung der EU, nur 26 Prozent glauben an eine Stärkung. Der Kompetenzvorsprung von CDU und CSU beim Thema Europa ist in der Nach-Kohl-Ära fast verschwunden: Lag die Union Mitte der neunziger Jahre in dieser Frage noch bei 36 Prozent Zustimmung, so sind es heute nur noch 20 Prozent - gerade noch ein Punkt mehr als die SPD.



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