Hochrechnungen zur Europawahl AfD in Brandenburg und Sachsen offenbar stärkste Partei

In Brandenburg liegt die AfD offenbar vor der Union, auch in Sachsen könnten die Rechtspopulisten stärkste Kraft werden. SPD und Grüne liegen meist abgeschlagen zurück.

Wähler vor einem Wahllokal im brandenburgischen Sieversdorf
Patrick Pleul/ DPA

Wähler vor einem Wahllokal im brandenburgischen Sieversdorf


Die AfD steht kurz davor, bei der Europawahl in Brandenburg zur stärksten Kraft aufzusteigen. Nach Auszählung von rund drei Vierteln der Stimmen kommt sie nach Angaben des Landeswahlleiters auf 21,2 Prozent.

Platz zwei in Brandenburg belegt die CDU mit 18 Prozent vor der SPD mit 17,1 Prozent und der Linkspartei mit 12,2 Prozent. Die Grünen vereinen 11,4 Prozent der Stimmen auf sich, die FDP 4,3 Prozent.

Ein ähnliches Ergebnis deutet sich in Sachsen an. Dort ist nach Angaben der Landeswahlbehörde bereits etwa ein Viertel der Stimmen ausgezählt. Hier kommt die AfD demnach sogar auf 29,7 Prozent, gefolgt von der CDU mit 26,9 Prozent. In einzelnen sächsischen Städten erzielten die Rechtspopulisten offenbar noch stärkere Ergebnisse.

In Görlitz kommt die AfD laut "Sächsischer Zeitung" sogar auf 34 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor der CDU (25,6 Prozent). Auch in Bautzen liegt die AfD nach Hochrechnungen mit 34,8 Prozent deutlich vor der Union (25,6 Prozent). Für Dresden und Leipzig, die beiden größten Städte Sachsens, liegen bislang keine Ergebnisse vor.

In Sachsen waren rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, das Europaparlament und die Kommunalvertretungen neu zu bestimmen. Zudem wurden im Freistaat die Kreistage aller zehn Landkreise sowie die Stadträte in den drei kreisfreien Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz bestimmt.

In Thüringen zeichnet sich nach Angaben des MDR ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach Auszählungen in zwei Dritteln der Wahlbezirke liegt die CDU mit 25,5 Prozent knapp vor der AfD mit 24,2 Prozent. Für Sachsen-Anhalt liegen noch keine Ergebnisse vor.

Die EU-Wahl könnte bereits Schlüsse auf die anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen zulassen. In diesen drei Bundesländern wird im Herbst gewählt.

fek/Reuters

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