Beteiligung an Europawahl In Deutschland gehen mehr Menschen wählen

In vielen Ländern der EU nehmen mehr Bürger an der Europawahl teil als vor fünf Jahren - auch in Deutschland. Bis 14 Uhr stieg die Wahlbeteiligung von 26,4 auf 29,4 Prozent.

Wahllokal in Mecklenburg-Vorpommern: Lange Warteschlangen, höhere Wahlbeteiligung
Bernd Wüstneck/ DPA

Wahllokal in Mecklenburg-Vorpommern: Lange Warteschlangen, höhere Wahlbeteiligung


In Deutschland sind bisher mehr Bürger zur Europawahl gegangen als vor fünf Jahren. Bis 14 Uhr hätten 29,4 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, teilte der Bundeswahlleiter mit. Die abgegebenen Stimmen der Briefwählerinnen und Briefwähler seien dabei nicht berücksichtigt. 2014 lag die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 25,6 Prozent; die Wahlbeteiligung insgesamt betrug 48,1 Prozent.

Schon aus einigen Bundesländern war ein regerer Zulauf als zur letzten Wahl gemeldet. So lag die Beteiligung in mehreren Städten Bayerns deutlich höher als 2014. Die örtlichen Wahlämter nannten dabei München, Regensburg, Augsburg, Würzburg und Nürnberg. In München waren es demnach bis 12 Uhr 41,6 Prozent (2014: 31,2 Prozent).

In Berlin lag die Beteiligung bis zum Mittag bei 21,7 Prozent (2014: 17,5 Prozent). Sachsen meldete in den ersten vier Stunden eine Beteiligung von 21,9 Prozent (2014: 18,0 Prozent). Auch aus Bremen, wo zugleich ein neuer Landtag gewählt wurde, sowie aus Rheinland-Pfalz wurden höhere Wählerzahlen gemeldet.

Bei der Europawahl zeichnet sich in vielen EU-Staaten eine teils deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. In Ungarn und der Slowakei lag der Zulauf am Sonntag in den ersten Stunden über dem bei jeder bisherigen Europawahl in diesen Ländern.

In der Slowakei könnte nach Schätzungen sogar die höchste Beteiligung erreicht werden, die es in dem Euroland jemals bei einer Europawahl gab. Bislang war das Land in diesem Punkt immer Schlusslicht unter den EU-Staaten. In Polen stimmten in den ersten fünf Stunden nach Öffnung etwa doppelt so viele Bürger ab wie 2014. In Spanien lag die Beteiligung bis zum Nachmittag zehn Punkte über der vor fünf Jahren.

abl/dpa



insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
tommit 26.05.2019
1. Entkoppelt das ganze
in Deustchland von Kreis und Kommunalwahlen und dann nochmal hinschauen wow 30 Prozent
reflashed 26.05.2019
2. In der Schlange vor meinem Wahllokal
erstaunlich viele junge Wähler.
utib 26.05.2019
3. Weniger als ein Drittel,
das geht besser! Kommt Leute, es geht um unsere Zukunft.
AttaTroll 26.05.2019
4. Was macht Marianne?
In unserem Nachbarland Frankreich war es zu Mittag noch nicht so dolle: Le taux de participation en France : 19,26% à midi, en hausse depuis 2014 ( Toute l'Europe; https://www.touteleurope.eu/actualite/elections-europeennes-2019-tout-comprendre.html) Allerdings ist die heutige Wahlbeteiligung in Frankreich zu dieser Uhrzeit die höchste seit 1979. Hoffen wir mal, dass nicht die "Rattenfängerin" (O-Ton S. Gabriel) den französischen Rahm abschöpft...
juergen haecker 26.05.2019
5. Wahlen - ein Fest der Demokratie
So habe ich das empfunden heute nachmittag, als ich waehlen war. Froehliche, zufriedene Menschen - da hat das Wetter sicher auch eine Rolle gespielt - die gut gelaunt in der Schlange standen, um ihre Stimme abzugeben. Und diese Stimmen zaehlen, auch wenn uns einige etwas anderes vormachen wollen. Ich freue mich auf eine handlungsfaehige EU und einen vernuenftigen Gemeinderat hier in Karlsruhe.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.