Ex-Innenminister Otto Schily kündigt Abschied aus der Politik an

Zuletzt dürfte Otto Schily seine Arbeit als SPD-Abgeordneter wenig Freude bereitet haben: 22.000 Euro Ordnungsgeld brummte ihm das Präsidium des Bundestages auf, weil er sich weigert, seine Nebeneinkünften als Anwalt offenzulegen. Nun will er sich nach Informationen des SPIEGEL aus der Politik zurückziehen.


Hamburg - Nachdem SPD-Fraktionschef Peter Struck, 65, und sein Vize Ludwig Stiegler, 64, ihr Ausscheiden aus dem Bundestag nach der Wahl 2009 angekündigt haben, hat auch der frühere Bundesinnenminister Otto Schily, 76, seinen Abschied aus der Politik bekanntgegeben.

Hinterbänkler Schily: Der Ex-Innenminister tritt 2009 nicht mehr an.
DPA

Hinterbänkler Schily: Der Ex-Innenminister tritt 2009 nicht mehr an.

Er werde für den nächsten Bundestag definitiv nicht mehr kandidieren, ließ Schily am vorigen Freitag durch sein Büro mitteilen. In der SPD hatte Unsicherheit über Schilys Zukunftspläne geherrscht. Zwar hatte er bereits 2006 angekündigt, am Ende der Legislaturperiode aus dem Parlament ausscheiden zu wollen.

Doch in Schilys politischer Heimat Bayern rätselten Spitzengenossen zuletzt, ob es dem Polit-Veteranen damit wirklich ernst ist. Nach Schilys Festlegung können die Genossen nun mit der Auswahl eines neuen Kandidaten für den Schily-Wahlkreis München-Land beginnen.



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