Extremismusverdacht Moscheen in Bochum umstellt

Mehrere Hundert Beamte haben in Bochum zwei Moscheen abgesichert und die Besucher auf ihre Personalien hin überprüft. Die beiden Gotteshäuser gelten als mutmaßliche Anziehungspunkte für islamistische Extremisten.

Bochum - Ein Polizeisprecher berichtete, Ziel der bis zuletzt geheim gehaltenen Aktion sei es, die Personalien von rund 400 Personen festzustellen und mögliche terroristische Strukturen bereits im Vorfeld zu erkennen. Es handele sich um vorbeugende Maßnahmen, sagte der Sprecher. "Der Polizei liegen derzeit keinerlei Erkenntnisse dafür vor, dass es für Bochum konkrete Anschlagspläne gibt." Allerdings gebe es ernstzunehmende Hinweise dafür, dass gerade an den beiden Moscheen am Hustadtring und in der Dibergstraße in Bochum Personen verkehrten, die im Verdacht stünden zum Kreis gewaltbereiter islamistischer Extremisten zu gehören.

Der Sprecher betonte, die Moscheen seien von der Polizei umstellt worden und die Personalien aller Personen, die die Gebäude verließen würden überprüft. Die beiden Aktionen richteten sich gegen Kreise, die die islamischen Vereinsstrukturen ausnutzen, um unter diesem Deckmantel extremistische und terroristische Aktivitäten zu entfalten, nicht gegen den islamischen Glauben oder Muslime generell, so der Sprecher.