Fraktionsvize Linkenpolitiker Fabio De Masi kandidiert nicht mehr für Bundestag

Im Fall Wirecard attackierte Fabio De Masi immer wieder die Bundesregierung, um deren Mitverantwortung aufzudecken. Jetzt hat der Linkenpolitiker mitgeteilt, dass er für den nächsten Bundestag nicht mehr antritt.
Fabio De Masi

Fabio De Masi

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Durch sein energisches Engagement im Fall Wirecard machte Fabio De Masi von sich reden. Der Linkenpolitiker trieb die Bundesregierung und die Finanzaufsicht Bafin bei den Untersuchungen der Affäre vor sich her (lesen Sie hier mehr ). Doch jetzt steigt der Hamburger aus der großen Politik aus.

Der Fraktionsvize kündigte auf seiner Website  am Mittwoch an, nicht mehr für den kommenden Bundestag anzutreten. »Ich habe mich jedoch aus persönlichen Gründen gegen eine erneute Kandidatur entschieden«, schreibt der Hamburger. Er habe in den vergangenen sieben Jahren »immer an der maximalen Belastungsgrenze gearbeitet. Insbesondere mein Sohn musste daher zu häufig zurückstehen«. Das habe auch damit zu tun gehabt, »dass es lange Zeit zu wenig Personal in unserer Partei und unserer Fraktion gab, das bereit war, sich für die ökonomischen Debatten unserer Zeit zu interessieren«, kritisierte er.

De Masi gehört dem Bundestag seit 2017 an. Davor war der 40-Jährige ab 2014 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Seine Zukunftspläne seien noch offen. »Ich vertraue darauf, auch außerhalb des Parlaments einer spannenden beruflichen Tätigkeit nachzugehen«, erklärte der Finanzexperte.

als/dpa