Spitzenkandidatur in Niedersachsen FDP-Chef Rösler will für Bundestag kandidieren

FDP-Chef Philipp Rösler hat angekündigt, sich in Niedersachsen um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2013 zu bewerben. Bislang hat der Wirtschaftsminister kein Bundestagsmandat.

Philipp Rösler: Der FDP-Vorsitzende will Mitglied des Parlaments werden
DPA

Philipp Rösler: Der FDP-Vorsitzende will Mitglied des Parlaments werden


Berlin/Hannover - Der FDP-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr um ein Mandat kämpfen. Er wolle sich in seinem Heimatland Niedersachsen "um die Spitzenkandidatur auf der Landesliste zur Bundestagswahl bewerben", sagte Rösler dem Magazin "Focus". Derzeit ist der Liberale nicht Abgeordneter des Bundestags. Er war vor seinem Wechsel nach Berlin Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident in Hannover.

Rösler muss seit Monaten scharfe Kritik aus seiner Partei aushalten:Zuletzt sprach Wolfgang Kubicki, Fraktionschef in Schleswig-Holstein, das aus, was viele in der FDP denken: Sollten die Liberalen bei der kommenden Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar an der Fünfprozenthürde scheitern, müsse etwas passieren.

Auf die Frage, ob die Liberalen dann einen neuen Bundesvorsitzenden brauche, sagte Kubicki: "Mehr als das: Dann brauchen wir vor allem eine neue politische Ausrichtung." Sprich: Kubicki würde nach einer gescheiterten Niedersachsen-Wahl auf eine Partei ohne Rösler an der Spitze setzen.

Auch Ex-FDP-Vorsitzender Wolfgang Gerhardt stellte Rösler ein verheerendes Zeugnis aus. Er beklagte in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt": "Nichts läuft so richtig zusammen." Es fehle "ein überzeugender Politikentwurf".

Die FDP ist seit Monaten in einem Dauertief: In Umfragen kommen die Liberalen in den vergangenen Wochen bundesweit gerade einmal auf vier bis fünf Prozent.

heb/dapd

insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
amerlogk 11.08.2012
1. das....
Das die FDP überhaupt noch mehr als zwei Prozent bekommt läßt an der Kompetenz der Wähler schon zweifeln. Für die positiven Regierungsmaßnahmen welche die FDP anstieß brauch ich keine zehn Finger. Das was sie verbaselt haben.... Die schwarz-gelbe Traumhochzeit ist doch eher eine Castingshow in der ein nach dem anderen sich rausstellt das kein einziger das Potential zum Superstar hat.
catupiri 11.08.2012
2. und wenn sie so weiter machen...
dann bekommen sie bei der bundestagswahl nicht mal die 4-5 Prozent zusammen. Nie mehr FDP. Da kam ja nur Schrott bei rum. Und wo wurden unsere Steuern gesenkt? Nullinger!
naklar? 11.08.2012
3. Die FDP verschwindet nicht von der politischen Bühne ...
allen Kritikern zum Trotz; es gibt die 5% +X glückseeligen in Deutschland. Welche genügend Kohle besitzen, keine Angst vor einem Jobverlust haben und oder über die entsprechenden Beziehungen verfügen (sei es nur aufgrund von Geburt oder purem Glück). Vertreiben kann die die FDP nur selbst durch Worte wie STEUERERHÖHUNG FÜR BESTVERDIENER oder VERMÖGENSSTEUER.
dummerjunge 11.08.2012
4.
Zitat von sysopDPAFDP-Chef Philipp Rösler hat angekündigt, sich in Niedersachsen um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl 2013 zu bewerben. Bislang hat der Wirtschaftsminister kein Bundestagsmandat. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,849488,00.html
Selbstredend nur über die Liste, nicht etwa vom Volk gewählt...
Datenflut 11.08.2012
5. Wahlrecht
Zitat von dummerjungeSelbstredend nur über die Liste, nicht etwa vom Volk gewählt...
Jepp! Aber halt, da ist doch die Sache mit dem Wahlrecht. Es könnte passieren, daß es nur noch Direktmandate gibt. Hat Rösler einen Plan B?
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