FDP in NRW Lindner will Basis über Koalitionsverhandlungen abstimmen lassen

Votum über die politische Zukunft: Christian Lindner will die FDP-Parteibasis in NRW über einen möglichen Koalitionsvertrag mit der CDU abstimmen lassen. Er fordert darin eine klar erkennbare "liberale Handschrift".

Christian Lindner und Armin Laschet
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Christian Lindner und Armin Laschet


Am Dienstag wollen FDP und CDU in Nordrhein-Westfalen mit den Koalitionsverhandlungen beginnen. Zuvor soll die Parteibasis der Liberalen grünes Licht für ein schwarz-gelbes Bündnis auf Landesebene geben.

"Unsere 15.000 Mitglieder in NRW sind der Aufsichtsrat, der darüber entscheidet, ob die liberale Handschrift hinreichend erkennbar und unsere Identität gewahrt ist", sagte Parteichef Christian Linder der Tageszeitung "Die Welt" am Montag.

Die CDU hatte die Wahlen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland vor rund einer Woche überraschend deutlich gewonnen. Gemeinsam mit den Liberalen würde es für eine knappe Mehrheit im Landtag reichen. Die Koalition hätte nur eine Stimme Mehrheit. Die SPD hatte nach der deutlichen Niederlage eine Große Koalition ausgeschlossen.

Lindner sieht vor den Koalitionsverhandlungen in allen Themenfeldern Knackpunkte. "Insbesondere dort, wo die Politik der großen Koalition in Berlin sich auf NRW auswirkt: bei Wirtschaft, Energie und Zuwanderung", sagte Lindner der Zeitung.

Er begrüße daher, dass Armin Laschet, der CDU-Vorsitzende in NRW, erklärt habe, er wolle die Interessen des Landes stärker als bisher gegenüber dem Bund vertreten. "Die FDP könnte keiner Regierung angehören, die sich nur als verlängerte Werkbank der Großen Koalition in Berlin versteht", so Lindner.

Die FDP befindet sich seit Monaten im Aufwind. Seit Jahresbeginn haben die Liberalen mehr neue Mitglieder gewonnen als im gesamten Vorjahr. Insgesamt zählten sie seit dem 1. Januar mehr als 4600 Neueintritte, 2016 waren es rund 4100 Beitritte gewesen.

dop/dpa



insgesamt 24 Beiträge
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Angelheart 22.05.2017
1. Die alte Hybris...
...ist wieder sichtbar! An ihrer Selbstüberschätzung ist dieser Verein schon einmal gescheitert! Jetzt konzentriert diese sich auf eine Person: Lindner! Aber zum Glück hat er die Medien auf seiner Seite, die ihn gnadenlos gesponsert haben und es scheinbar weiter tun werden!
klausbrause 22.05.2017
2.
Wenn der Herr Lindner jetzt noch das Programm der fdp überarbeitet, d.h. statt 18 % dann 20 % aus seine Schuhsohlen pinseln läßt und auf die Wahlplakate "Liberale im Sinne von liberal meint nicht nur liberal" schreibt, dann wird alles gut. Er müßte sich nur mit dem Herrn T. abstimmen, ob er als erster den Weltfrieden verkünden darf.
phrasensport 22.05.2017
3. Am Anfang...
...freute ich mich über Lindner. Ich werde niemals FDP wählen, freute mich aber über diesen jungen Wilden und hoffte auf frischen Wind im Politik-Oroborus. Leider hat sich der junge Wilde als junger Opportunist geoutet. Ob bei Anne Will, Hart aber Fair, etc. - überall schießt er nur gegen die anderen Parteien und zeigt Fehler auf, anstatt Lösungen im Ärmel zu haben. Jetzt macht er damit weiter, womit er damals begonnen hat: großspurig tönen und sich selbst lieben. Traurig!
INGXXL 22.05.2017
4. Den Mitgliedern der FDP wird
Nur ein Ja übrig bleiben. Was will man mehr man hat eine Bürgerliche Mehrheit, auch wenn sie äusserst knapp ist. Man hat R2G verhindert und damit den Ausbau der Sozialenhängematte
micromiller 22.05.2017
5. Lindner sieh sooo gut aus,
der muss in die Regierung, er ist der Schwiegersohn- Traum vieler Mütter. Die Partei muss auch wieder an den Trog, die waren lange genug vor der Tür. Gemeinsam mit dem sympathischen Hern Armin wird das eine nette Regierung und auf jeden Fall erfolgreicher als die Grupoe vor ihnen, was allerdings auch nicht schwierig ist.
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