Parteitag Suding drängt in FDP-Spitze

Katja Sudings Erfolg bei der Hamburger Bürgerschaftswahl gab der FDP neuen Mut, nun plant die 39-Jährige den nächsten Schritt: Auf dem Parteitag will sie sich zur Stellvertreterin von Parteichef Lindner wählen lassen.

Katja Suding (FDP): Ambitionen auf zweithöchstes Parteiamt
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Katja Suding (FDP): Ambitionen auf zweithöchstes Parteiamt


Die Hamburger FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Katja Suding drängt in die Spitze der Bundespartei. Auf dem Parteitag der Liberalen in Berlin (15. bis 17. Mai) will sie sich zur Stellvertreterin des Vorsitzenden Christian Lindner wählen lassen. Insgesamt werden drei Stellvertreter bestimmt. Sie rechne sich gute Chancen aus, sagte Suding.

Die 39-Jährige hatte den Liberalen als Spitzenkandidatin bei der Hamburger Bürgerschaftswahl mit 7,4 Prozent einen Lichtblick beschert. Sie will sich vor allem in der Bildungs- und Familienpolitik engagieren. Auch die FDP müsse erkennen, dass es inzwischen verschiedene Formen der Familie gebe. "Darum sollte das Ehegattensplitting in ein Familiensplitting umgewandelt werden", so Suding.

Nicht aus dem Keller, nicht über den Berg

Der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Kubicki sieht die Krise der FDP nach dem jüngsten Wahlerfolg in Bremen noch nicht überwunden. "Wir sind noch nicht aus dem Keller", sagte er den "Lübecker Nachrichten". "Das wird sich erst 2016 bei den drei Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zeigen." Zugleich kündigte er an, die FDP in den schleswig-holsteinischen Landtagswahlkampf 2017 führen zu wollen.

Auch Parteichef Lindner sagte der "Passauer Neuen Presse", die FDP sei nach ihrem Scheitern bei der Bundestagswahl noch nicht über den Berg, sondern "noch im Vorgebirge". Lindner kritisierte die CDU, die "innenpolitisch inzwischen leider völlig blutleer" sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel liefere nur in der Außenpolitik gute Arbeit. In der Innenpolitik sei seit 2005 kaum gestalterischer Anspruch zu erkennen. "Sie lebt nur von der Reformdividende ihres Vorgängers Gerhard Schröder und seiner Agenda 2010."

hut/dpa



insgesamt 39 Beiträge
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hbblum 14.05.2015
1. Die FDP...
..hat jetzt immer mit neuen Gesichtern punken können. Vielleicht sollt auch Herr Kubicki da mal drüber nachdenlen, steh er doch auch für die "alte" FDP.
leo19 14.05.2015
2. Das erinnert mich an ein Lied veon Reinhard Mey:
Was kann schöner sein auf Erden, als Politiker zu werden....
daslästermaul 14.05.2015
3. grell bunte Auftritte ......
haben wesentlich dazu beigetragen (" 3 Engel für Lindner ...." u.a. ), dass Katja Suding und die ihren am 15.02.2015 überhaupt den Sprung über die 5 % Hürde geschafft haben und wieder in die Bürgerschaft gewählt wurden. Mit Lenke Steiner ( übrigens erst seit dem 05.05.2015 überhaupt FDP Mitglied ..... ) scheint sich dieser schwierige Trend fortzusetzen. Soll das der neue Stil einer Partei sein, die eigentlich bisher dezidiert für liberale und marktwirtschaftliche Inhalte stand und zu deren führenden Köpfen immer noch u.a. Hans-Dietrich Genscher gehört ??!. Etwas weniger Show und etwas mehr modernisierte inhaltliche Substanz wären im Zweifel immer besser.
Maya2003 14.05.2015
4.
Die nächste Generation neoliberaler Weltbeglücker. Warum ist DAS SPON eine Meldung wert ? Reanimierungsversuche "interessierter Kreise" ?
53er 14.05.2015
5. Die neuen Gesichter
der FDP sind die alten Gesichter hinter jungen Masken. Kubicki, Lindner und Co. sind zwar die "alte" FDP, die "neue" unterscheidet sich von der alten weder in der Arroganz noch in der Überheblichkeit.
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