FDP-Parteitag Teuteberg zur Generalsekretärin gewählt

Linda Teuteberg ist neue Generalsekretärin der FDP. Mehr als 90 Prozent der Delegierten gaben der Bundestagsabgeordneten ihre Stimme. Vorgängerin Nicola Beer musste bei der Präsidiumswahl eine Schlappe einstecken.

Linda Teuteberg: 93 Prozent der Stimmen
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Linda Teuteberg: 93 Prozent der Stimmen


Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg ist zur neuen FDP-Generalsekretärin gewählt worden. Die 38-jährige Juristin erhielt auf dem FDP-Parteitag in Berlin 93 Prozent der Delegiertenstimmen.

Sie löst Nicola Beer ab, die Spitzenkandidatin der Liberalen für die Europawahl ist. Beer wurde zuvor mit nur 59 Prozent zur neuen Partei-Vize gewählt.

Mit Teuteberg will FDP-Chef Christian Lindner auch ein Zeichen vor den im Herbst anstehenden wichtigen Wahlen in Ostdeutschland setzen. Dort wird in Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein neuer Landtag gewählt. In allen drei Bundesländern sind die Liberalen nicht im Landtag vertreten.

Teuteberg, die sich zuletzt als Innenpolitikerin profilieren konnte, schloss sich im Jahr 2000 der FDP an. Sie sagte bei ihrer Bewerbungsrede: "In die FDP einzutreten war damals im Osten Brandenburgs keine Massenbewegung." Aber es sei eine ihrer besten Entscheidungen gewesen.

Ja, sie komme aus dem Osten, das werde immer wieder betont, aber eigentlich sei das eine "selbstverständliche Normalität", betonte die 38-Jährige. Die Menschen dort hätten eigene Vorstellungen und Stärken, die sollte die FDP zum Thema machen. Man könne stolz sein, was die Bürger in Brandenburg und im Osten geleistet hätten. Teuteberg erhielt für die Rede viel Applaus.

Zuvor war Lindner mit soliden 86,64 Prozent als FDP-Vorsitzender bestätigt worden. Bei der vorherigen Wahl hatte er noch 91 Prozent bekommen. Lindner sagte nach der Wiederwahl, dies sei ein tolles Ergebnis, das ihn motiviere, weiterzumachen.

Sein Stellvertreter Wolfgang Kubicki erhielt knapp 85 Prozent. Er lag bei der letzten Wahl noch vor Lindner. In der FDP hieß es, es handele sich um eine gewisse Normalisierung der Wahlergebnisse. Katja Suding erhielt 82 Prozent der Stimmen als Partei-Vize. Als Beisitzer wurden Michael Theurer (75 Prozent), Volker Wissing (88 Prozent) und Frank Sitta (89 Prozent) gewählt.

asc/sev/dpa/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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marlang 26.04.2019
1. Ja und?
Es ist doch egal wer in dieser Clique welchen Posten übernimmt. Es geht doch letztendlich nur darum, die Reichen auf Kosten der Armen reicher zu machen.
vormaerz 26.04.2019
2.
Irgendwie schickt die Pünktchenpartei immer denselben fotogenen Frauentypus vor, man könnte fast meinen, die aeien gecastet. Und hoffentlich hat sie nicht irgendwo promoviert, wo man nachträglich die Prüfungsordnung ändern muss, um Schlimmeres zu verhindern.
goliker 27.04.2019
3. wer prüft bei SPON eigentlich die Kommentare?
langsam entwickelt es sich wie bei Springer
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