FDP-Streit Ist Karslis Rauswurf beschlossene Sache?

Wohl selten hat ein Aufnahmeantrag in der FDP für so viel Aufregung gesorgt wie der von Jamal Karsli. Angeblich ist die Mitgliedschaft des umstrittenen Ex-Grünen nach wenigen Tagen aber schon wieder passé.

Berlin - Laut "Welt" haben sich Parteichef Guido Westerwelle und sein Vize, Jürgen Möllemann, darauf verständigt, dass Karsli die Partei verlässt. Möllemann, zugleich FDP-Landesvorsitzender in NRW, hatte die Aufnahme des Deutsch-Syrers vehement verteidigt und damit etliche Partei-Granden gegen sich aufgebracht.

Möllemann habe dem FDP-Chef zugesagt, er werde Karsli bewegen, seinen Aufnahmeantrag bei den Liberalen zurückzunehmen, da er dort unerwünscht sei, berichtet die "Welt" weiter. Der Landtagsabgeordnete war nach Kritik an seinen anti-israelischen Äußerungen aus Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten und hatte sich der Düsseldorfer FDP-Landtagsfraktion angeschlossen. In der vergangenen Woche wurde er vom Kreisvorstand der FDP Recklinghausen auch als Parteimitglied aufgenommen.

Ein Möllemann-Sprecher dementierte den Bericht als "frei erfunden". "Es gibt keine neuen Fakten." Vorsichtiger drückte sich der Sprecher der Bundespartei, Martin Kothe, aus: "Diesen Bericht kann ich nicht bestätigen", sagte er.

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