Schwarz-Gelb FDP-Vize Zastrow zieht sich aus Bundespolitik zurück

Der sächsische FDP-Landeschef Holger Zastrow will nicht mehr für den Bundesvorstand der Partei kandidieren. Vielmehr will er sich auf die bevorstehenden Landtags- und Kommunalwahlen in Sachsen konzentrieren: "Wir wollen beweisen, dass Schwarz-Gelb ein Bündnis mit Zukunft ist", sagte er.

FDP-Vize Holger Zastrow: Neuer Fokus auf Landtagswahl in Sachsen
DPA

FDP-Vize Holger Zastrow: Neuer Fokus auf Landtagswahl in Sachsen


Dresden - FDP-Vize Holger Zastrow zieht sich aus der Bundesspitze seiner Partei zurück. Das kündigte der 44 Jahre alte Dresdner in der Zeitung "Die Welt" an. "Ich werde mich jetzt zu 100 Prozent auf Sachsen konzentrieren", sagte Zastrow, der Sachsens Liberale als Parteichef und Fraktionsvorsitzender im Landtag führt.

Seine Begründung: die Landtagswahl in Sachsen 2014. "Wir wollen für die ganze FDP mit einem herausragenden Ergebnis im Freistaat die Wende einleiten und beweisen, dass schwarz-gelbe Mehrheiten eine Zukunft haben." In Sachsen halten FDP und CDU als letztes Bündnis dieser Art die Fahne hoch. Sachsen ist ebenfalls derzeit das einzige Bundesland, in dem die FDP überhaupt an der Regierung beteiligt ist. Zastrow betonte, dass die Liberalen dort eine "profilierte, erkennbare und eigenständige Politik machen, die sich von der in Berlin in der Vergangenheit oft unterschieden hat".

Nachdem die FDP im September mit dem schlechtesten Ergebnis ihrer Parteigeschichte aus dem Bundestag geflogen war, hatte sich Zastrow dennoch gegen eine Öffnung zu anderen Parteien ausgesprochen. Für ihn als Liberalen gebe es "nur die Union als einzig denkbaren Koalitionspartner", sagte er damals. Seine Begründung könnte deutlicher nicht ausfallen: Seiner Meinung nach sind "Sozialdemokraten, Grüne und Kommunisten allesamt Sozialisten".

Die FDP war bei der Bundestagswahl auf 4,8 Prozent abgerutscht und ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr im Parlament vertreten.

vek/AFP



insgesamt 6 Beiträge
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allereber 03.12.2013
1. Sterbehilfe
Die FDP löst sich auf.
tulius-rex 03.12.2013
2. Fdp?
Zitat von sysopDPADer sächsische FDP-Landeschef Holger Zastrow will nicht mehr für den Bundesvorstand der Partei kandidieren. Seinen Fokus will er auf die bevorstehenden Landtags- und Kommunalwahlen in Sachsen richten: "Wir wollen beweisen, dass Schwarz-Gelb ein Bündnis mit Zukunft ist", sagte er. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-vize-zastrow-zieht-sich-aus-bundespolitik-zurueck-a-937064.html
Das ist doch die Einmannpartei eines gewissen Herrn Lindner, der sich in Kürze mit seinen Freunden von der AfD vereinigt um sich dann FDAfD zu nennen, da beide Altlogos verbrannt sind.
alexanderoscar 04.12.2013
3. So so
und mit Sozialisten kann man keine Koalition bilden ? Herr Zastrow was haben Sie für ein Demokratie Verständnis ? Und sowas nennt sich dann Liberal. Oder bereitet er schon den wechsel in die CDU vor falls die FDP sich ganz zerlegt.
berniejosefkoch 04.12.2013
4. Diese Einstellung von Herrn Zastrow, alle anderen Parteien
außer die FDP und die CDU/CSU seien Sozialisten, hat die FDP zu dem gemacht, was sie heute im Bundestag ist: eine außerparlamentarische Opposition!
internetkobold 04.12.2013
5. Kein großer Verlust
Zastrow steht für eine "alte" FDP, die mit ihrer Fixierung auf die CDU und ihrer Verengung auf Wirtschaftsthemen bei der Bundestagswahl mit 4,8% die Quittung bekommen hat. Lindner ist jetzt angetreten, die FDP aus dieser Sackgasse herauszuführen. Bei der Bundestagswahl hat die Lindner-FDP in NRW übrigens 5,2% bekommen, die Zastrow-FDP in Sachsen dagegen nur 3,1%.
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