"Machtarroganter Gauner" FDP will Franz-Josef-Strauß-Flughafen umbenennen

Nach dem SPIEGEL-Bericht, dass Franz Josef Strauß Schmiergeld angenommen hat, fordert die bayerische FDP Konsequenzen: Der Münchner Flughafen soll umbenannt werden.
CSU-Politiker Franz Josef Strauß (Archiv): "Schlechter Namenspatron"

CSU-Politiker Franz Josef Strauß (Archiv): "Schlechter Namenspatron"

Foto: A0009 dpa/ dpa

Die Bayern-FDP fordert einen neuen Namen für den Münchner Flughafen. Bislang heißt er noch nach Franz Josef Strauß, dem 1988 verstorbenen ehemaligen Bundesminister und Ministerpräsident Bayerns.

Doch nach dem SPIEGEL-Bericht über Schmiergeldzahlungen an den CSU-Übervater twitterte Albert Duin, bayerischer Landesvorsitzender der Liberalen: "Machtarroganter Gauner ist schlechter Namenspatron!"

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks machte der Politiker auch gleich einen Vorschlag, wie der Flughafen stattdessen heißen solle  : Luise-Kiesselbach-Flughafen, benannt nach der liberalen, bayerischen Frauenrechtlerin.

DER SPIEGEL hatte am Wochenende aufgedeckt, dass Strauß über eine Briefkastenfirma jahrelang Geld von Unternehmern und Konzernen erhalten hatte - ohne erkennbare Gegenleistung. Knapp eine halbe Million Deutsche Mark sollen Anfang der Sechzigerjahre geflossen sein. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

In den sozialen Netzwerken wurde der Vorschlag zur Namensänderung am Wochenende dutzendfach kommentiert und geteilt. Einige Nutzer sprachen von Effekthascherei, andere lobten den Vorstoß. Ein weiterer verknüpfte die Forderung mit der laut Umfragen schlechten Lage der FDP:

apr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.