Fehlender Abschiedsbrief Möllemann-Freund glaubt nicht an Freitod

Einer der besten Freunde von Jürgen W. Möllemann glaubt nicht an einen Freitod des ehemaligen FDP-Spitzenpolitikers. Der Familie liege kein Abschiedsbrief vor, was gegen die Selbsmordtheorie spreche.

Berlin - Der Freund Möllemanns verweist nach Rücksprache mit der Familie Möllemann darauf, dass der Liberale offenbar keinen Abschiedsbrief hinterlassen habe. "So wie er gestrickt war, hätte er das getan", sagte Uwe Tönningsen, Inhaber der einst von Möllemann mitbegründeten Firma Agentur "PR + Text" in Münster gegenüber SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE. Tönningsen glaubt nicht an einen Freitod, denn: "Das ist keiner, der sich aus dem Leben stiehlt."

Bei einem gemeinsamen Abendessen der Familien Möllemann und Tönningsen in der vergangenen Woche habe Möllemann auch von einem Fallschirmunfall beim Tandemspringen auf seinem Heimatfughafen berichtet. "Er wusste um das Risiko beim Springen, aber er war auch superpenibel bei der Vorbereitung."

Freilich hätten die politischen Turbulenzen der letzten Monate Möllemann schwer zugesetzt: "Er war nicht mehr der Alte." Tönningsen hatte als ehemaliger FDP-Kreisvorsitzender Möllemann einst zu den Liberalen geholt. Seine Agentur hatte den umstrittenen Möllemann-Flyer zur Bundestagswahl gestaltet.

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