Ankündigung der Bundesregierung Grundsicherungsempfänger sollen je zehn FFP2-Masken erhalten

Die Bundesregierung will fünf Millionen Bedürftige mit FFP2-Masken versorgen. Außerdem sollen Kinder von Grundsicherungsempfängern mit der nötigen Technik für den Heimunterricht ausgestattet werden.
Gesundheitsminister Spahn mit FFP2-Maske

Gesundheitsminister Spahn mit FFP2-Maske

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Michael Kappeler / dpa

Vor dem Hintergrund einer verschärften Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln will die Bundesregierung Empfängerinnen und Empfänger der Grundsicherung mit FFP2-Masken zum Schutz gegen das Coronavirus versorgen. Fünf Millionen Menschen sollen je 10 solcher Masken kostenlos erhalten, kündigten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) an. Insgesamt stehen demnach 50 Millionen Masken zur Verfügung.

Wer Anspruch auf diese Versorgung hat, soll von der Krankenkasse einen Brief bekommen, mit dem die Masken dann in einer Apotheke abgeholt werden können. Diesen Weg habe man gewählt, weil die Kassen über die nötigen Daten verfügten, sagte Spahn. Die Abholung soll innerhalb von zwei Wochen möglich sein. Auch an Behinderteneinrichtungen und Stellen für die Obdachlosenhilfe sollen Pakete mit FFP2-Masken verschickt werden.

Mit der jüngsten Verschärfung der Corona-Maßnahmen müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften medizinische Masken oder Viren filternde Masken vom Typ FFP2 oder KN95 getragen werden. Diese sollen einer Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken. Allerdings hatte die Maßnahme für Kritik gesorgt, weil die besonders gut schützenden Filtermasken meist mehrere Euro pro Stück kosten. Kritiker bezeichneten das als unverhältnismäßige Belastung für Menschen mit niedrigem Einkommen.

Heil sagte, die Ausstattung mit FFP2-Masken sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Schutzmittel dürften keine Frage des Geldbeutels sein. Der SPD-Politiker kündigte außerdem an, dass Jobcenter ab der kommenden Woche die Kosten für technische Geräte übernehmen sollen, die Kinder von Grundsicherungsempfängern für den Distanzunterricht benötigen. Entscheidend für die Kostenübernahme sei, was die Schulen vorschrieben, sagte Heil. Er nannte als Beispiel Laptops, Tablets oder Drucker.

mes
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