Finanznot Köln schickt Stadtbedienstete in Zwangsurlaub

Köln geht es nicht gut, die Stadt muss jeden Euro-Cent zweimal umdrehen. Jetzt hat Oberbürgermeister Roters Betriebsferien angeordnet: Der SPD-Mann schickt die Mitarbeiter der Stadt Ende Dezember in einen zweitägigen Zwangsurlaub, um Geld zu sparen.
Der Kölner Oberbürgermeister Roters: Zwei Tage Betriebsferien angeordnet

Der Kölner Oberbürgermeister Roters: Zwei Tage Betriebsferien angeordnet

Foto: Daniel Naupold/ picture alliance / dpa

Köln - Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters schickt die Stadtbediensteten in die Zwangspause. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, ordnete der Sozialdemokrat für den 27. und 28. Dezember 2012 zwei Tage Auszeit für die Mitarbeiter an.  Er reagiert damit auf die Finanzkrise seiner Stadt.

Alle Beschäftigten sollen Ende Dezember zu Hause bleiben, schreibt das Blatt. Ausgenommen seien Einsatzkräfte der Feuerwehr und einige Notdienste, zum Beispiel bei der Zulassungsstelle, der Verkehrsüberwachung, dem Standesamt und der Jugendhilfe. Städtische Freizeiteinrichtungen sind von den Betriebsferien nicht betroffen. "Alle Museen, Büchereien sind offen, Theater, Oper etc. spielen zu normalen Zeiten", zitiert die Zeitung aus einer Mitteilung des Stadtdirektors Guido Kahlen. Ebenso werde die Telefonzentrale der Stadt besetzt sein.

In der Verwaltung geht man davon aus, dass etwa 14.000 der 17.000 Bediensteten zu Hause bleiben werden. Wer seine 30 Tage Urlaub in diesem Jahr bereits genommen hat, bekomme eine unbezahlte Auszeit, hieß es im Kölner Rathaus.

Die Stadtoberen erwarten durch die Zwangspause Einsparungen von mehr als einer halben Million Euro. Man spare Heiz- und Stromkosten.

Die zwei Tage Ende des Jahres böten sich zudem an: Da zwischen Weihnachten und Neujahr ohnehin viele Bedienstete Urlaub nehmen würden, sei die Arbeit in vielen Dienststellen in diesem Zeitraum weniger effektiv. Diese vergleichsweise unproduktive Phase falle nun gänzlich weg.

heb
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