Protestaktion Flüchtlinge blockieren Berliner Fernsehturm

In Berlin protestiert eine Gruppe von Flüchtlingen auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Mehr als 30 Männer und Frauen halten die Aussichtsebene besetzt, sie wollen mit Vertretern der Politik sprechen.
Polizeiwagen vor dem Fernsehturm: "Sie wollen Vertreter der Politik zu sprechen"

Polizeiwagen vor dem Fernsehturm: "Sie wollen Vertreter der Politik zu sprechen"

Foto: THOMAS PETER/ Reuters

Berlin - Besucher werden zurzeit nicht auf den Fernsehturm am Berliner Alexanderplatz gelassen - eine Gruppe von Flüchtlingen hat die Aussichtsebene besetzt. Laut einem Sprecher des Fernsehturmbetreibers handelt es sich um 36 Asylbewerber, die aus Afrika und Asien stammen.

"Sie verlangen, Vertreter der Politik zu sprechen", so der Sprecher. Weitere Details zu inhaltlichen Forderungen wurden nicht bekannt.

Polizisten sind vor Ort. Berliner Medien berichten, mehrere Mannschaftswagen seien vorgefahren. Weil die Flüchtlinge mit regulären Eintrittskarten nach oben gefahren seien, wurde laut RBB  aber kein Straf- oder Räumungsantrag gestellt.

Flüchtlinge, die mit der "Berliner Zeitung"  sprachen, sagten, sie seien aus verschiedenen Städten in Deutschland angereist. Unklar ist bislang, ob unter den Besetzern auch Menschen sind, die in der kürzlich geräumten Gerhart-Hauptmann-Schule an der Ohlauer Straße in Kreuzberg gewohnt haben.

Unterstützer Unterstützer versammelten sich am Turm. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift "Abschiebung stopp" und "Wer Krieg verbreitet, muss Flüchtlinge erwarten".

kgp/dpa
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