Statistik zur Migration Zuwanderung nach Deutschland nimmt ab

Auch 2017 gab es in Deutschland mehr Ein- als Auswanderer. Die meisten Menschen kamen aus Osteuropa, die Zahl der Zuwanderer aus Asien und Afrika hingegen ging merklich zurück.

Migranten an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland (Archiv)
REUTERS

Migranten an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland (Archiv)


Im zweiten Jahr in Folge hat die Zuwanderung nach Deutschland abgenommen. 2017 kamen rund 416.000 Menschen mehr nach Deutschland als von hier weggingen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Der sogenannte Wanderungsüberschuss lag 2016 noch bei rund 500.000 und 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise bei 1,1 Millionen.

Insgesamt gab es im vorigen Jahr

  • Zuzüge von 1,551 Millionen Personen, von denen 89 Prozent einen ausländischen Pass besaßen.
  • Dem standen Fortzüge von rund 1,135 Millionen Menschen gegenüber.

Besonders aus den anderen 27 EU-Staaten kamen viele Menschen nach Deutschland: Hier lag der Wanderungsüberschuss bei 239.000 und damit deutlich über dem von Staatsangehörigen aus Asien (140.000), aus den sonstigen europäischen Ländern (60.000) und aus Afrika (35.000). Aus der EU kamen vor allem Zuwanderer mit rumänischer, polnischer, kroatischer und bulgarischer Staatsangehörigkeit.

Verglichen mit 2016 nahm die Zuwanderung aus Asien und Afrika merklich ab. Er ging vor allem für Personen mit syrischer (von 146.000 auf 60.000), afghanischer (von 56.000 auf 4000) und irakischer Staatsangehörigkeit (von 48.000 auf 16.000) zurück.

aev/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.