Forsa-Trend FDP stürzt in Umfrage auf fünf Prozent

FDP-Chef Westerwelle: Dramatischer Wählerschwund
Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERSHamburg - Bei den Bundestagswahlen 2009 erzielte die ein Rekordergebnis von 14,6 Prozent - ein Dreivierteljahr danach haben die Liberalen beinahe zwei Drittel ihrer Anhänger vergrault. Wäre jetzt Bundestagswahl, würde die FDP nur 5 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Das ermittelte die neue Ausgabe des "Stern"-RTL-Wahltrends. Damit verlieren die Liberalen zwei Punkte. Die CDU profitiert von den Verlusten der FDP, legt zwei Prozentpunkte zu und kommt jetzt auf 32 Prozent. Auch die Grünen steigen um zwei Punkte auf jetzt 18 Prozent, während die SPD unverändert bei 26 Prozent steht. Die Linke fällt um einen Punkt auf 12 Prozent, die "sonstigen Parteien" kommen auf 7 Prozent der Wählerstimmen.
"Der klassische Mittelstand wendet sich von den Liberalen ab", erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner den Abwärtstrend. Die Enttäuschung in diesen Kreisen sei groß. "Die FDP sollte mitregieren und gleichzeitig ein Korrektiv zur CDU/CSU sein."
Im selben Maße wie es für die Liberalen abwärts geht, steigen die Grünen in der Wählergunst auf. Seit der Bundestagswahl 2009 verbesserten sie ihr Ergebnis stetig. "Viele SPD-Wähler parken ihre Stimme bei den Grünen", erläutert Güllner im "Stern". "Sie überzeugt das Personalangebot der SPD noch immer nicht."
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte für die Erhebung den Angaben zufolge 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 31. Mai bis 4. Juni befragt.