Forsa-Umfrage NRW-CDU sackt nach Sponsoring-Affäre ab

Die Sponsoring-Affäre könnte Ministerpräsident Rüttgers bei der Landtagswahl im Mai teuer zu stehen kommen. In einer jüngsten Umfrage brach die Union in Nordrhein-Westfalen um drei Prozentpunkte ein. Für eine schwarz-gelbe Regierung würde es momentan am Rhein nicht reichen.

Ministerpräsident Rüttgers: Ansehensverlust durch Sponsoring-Affäre
ddp

Ministerpräsident Rüttgers: Ansehensverlust durch Sponsoring-Affäre


Berlin - Mit der Sponsoring-Affäre hat sich die CDU in Nordrhein-Westfalen ein dickes Eigentor verpasst. In der Forsa-Umfrage für den "Stern" sackte die NRW-CDU im Vergleich zu Anfang Februar um drei Punkte ab und würde derzeit nur noch auf 38 Prozent der Stimmen kommen. Die FDP stagniert bei sechs Prozent, so dass sich für beide Parteien zusammen nur 44 Prozent ergeben würden. Die SPD verbesserte sich um zwei Punkte auf 34 Prozent. Die Grünen lagen stabil bei elf Prozent. Beide Parteien zusammen hätten mit 45 Prozent aber auch keine Mehrheit. Die Linke lag bei sechs Prozent (plus eins).

Unter der Sponsoring-Affäre gelitten hat auch das Ansehen des Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden Rüttgers. Gefragt, wen sie direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich nur noch 46 Prozent für Rüttgers - fünf Punkte weniger als noch vor einigen Wochen. 24 Prozent (plus eins) zogen die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft vor, die damit aber kaum von Rüttgers' Verlusten profitierte. Dass Rüttgers zurücktreten sollte, weil die CDU in der Vergangenheit Gesprächstermine mit ihm gegen Bezahlung angeboten hatte, meinten 29 Prozent der Befragten in NRW, bundesweit sogar 31 Prozent.

Die CDU in Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatte Firmen Gespräche mit den Ministerpräsidenten angeboten, wenn sie sich bei Parteikongressen mit Ständen präsentierten und dafür zahlten.

Bundesweit konnte die FDP als einzige Partei beim "Stern-RTL-Wahltrend" zulegen. Ihr Ergebnis stieg im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf neun Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 hatte die FDP allerdings noch 14,6 Prozent der Stimmen erzielt. Wie das Hamburger Magazin am Mittwoch weiter berichtete, stehen CDU und CSU derzeit unverändert bei 35 Prozent. 22 Prozent der Deutschen würden SPD wählen, 16 Prozent die Grünen. Die Linken fielen um einen Punkt auf elf Prozent. Mit zusammen 44 Prozent liegen Union und FDP fünf Prozentpunkte hinter SPD, Grünen und Linken, die gemeinsam auf 49 Prozent der Stimmen kommen. Das Forsa-Institut befragte für den "Stern" und RTL vom 22. bis 26. Februar 2503 repräsentativ ausgesuchte Bürger.

ler/dpa/apn



insgesamt 981 Beiträge
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h.brentano 22.02.2010
1. Der darf das
Warum sollte Rüttgers anders sein? Wenn alle so handeln, darf der Rüttgers das auch.
Kurt2, 22.02.2010
2. #1
Zitat von sysop"Geschmäckle", "Korruption", "Prostitution": Die vom SPIEGEL aufgedeckte Affäre um käufliche Gesprächstermine für Sponsoren beschert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heftige Kritik. Sind die Vorwürfe gegen den Politiker berechtigt?
Es sind Kanallien dort in der NRW-CDU. Der Begriff Prostitution trifft es am Ehesten, nur dass wir es hier nicht mit Edelhuren zu tun haben, sondern nur mit Herrn Rüttgers, auch wenn die Preise anderes sagen.
Stefanie Bach, 22.02.2010
3.
Zitat von sysop"Geschmäckle", "Korruption", "Prostitution": Die vom SPIEGEL aufgedeckte Affäre um käufliche Gesprächstermine für Sponsoren beschert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heftige Kritik. Sind die Vorwürfe gegen den Politiker berechtigt?
Die Sache ist durch die Entschuldigung des Landes-Generalsekretärs ja sogar eingestanden. Ein Untersuchungsausschuss ist dennoch dringend erforderlich, damit das ganze Ausmaß des Skandals aufgedeckt werden kann. Gescheitert: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert (http://www.plantor.de/2009/gescheitert-warum-die-politik-vor-der-wirtschaft-kapituliert/)
daslästermaul 22.02.2010
4. Vermutlich nicht !
Zitat von sysop"Geschmäckle", "Korruption", "Prostitution": Die vom SPIEGEL aufgedeckte Affäre um käufliche Gesprächstermine für Sponsoren beschert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heftige Kritik. Sind die Vorwürfe gegen den Politiker berechtigt?
Nach Lage der Dinge steht zu vermuten, dass hier ein übereifriger Parteisoldat in vorauseilendem Gehorsam eine Aktion gestartet hat, von der Rüttgers vermutlich nichts wußte. Wenn man ihm allerdings eines konkret zum Vorwurf machen kann, dann ist es dies, das sich die Landesorganisation seiner Partei hier offensichtlich verselbstständigt zu haben scheint. So ärgerlich dieses alles ist; es ist im Vergleich zu anderen Politikern, die mittlerweile von " jungen, gesunden und arbeitsfähigen Deutschen ....." sprechen vergleichsweise banal. Die Terminologie dieser Leute hingegen erinnert vielmehr an den Duktus der einstmals braunen Machthaber, die wir längst vergessen glaubten.
matula, 22.02.2010
5. Wahlkampf
Wahlkampf hat nichts aber auch gar nichts mehr damit zu tun, Inhalte zu präsentieren über die das Volk dann abstimmt. Es geht nur noch darum, den anderen in den Dreck zu ziehen! - inhaltlich, indem man dem gemeinem Wähler erklärt, was für schlimme Sachen der Gegner denn machen will// Man erklärt nur die Deutung von den Grausamkeiten des Gegners, man selbst sagt besser NICHTS mehr, denn das würde ja negativ vom Gegner ausgelegt. - -jeder spielt sich immer als der große Checker auf, der dem blöden Volk mal erklären muss was die da wollen. Und weil es der doofe Wähler nicht blickt, wird alles einfach 1000000000000000x wiederholt, bis es auch die letzte graue Gehirnwählerzelle glaubt. - vermeindliche Skandale werden immer regelmäßiger genau zur Wahlkampfzeit "aufgedeckt", auch wenn darüber vor ein paar Jahren bereits öffentlich debattiert wurde. In den allermeisten Fällen geht es um Belanglosigkeiten, die nur dazu dienen, den Gegner zu beschädigen. - Untersuchungsausschüsse eingeleitet (die alle immer nachher ergebnislos eingestampft werden müssen) Wahlkampf ist einfach nur unter der Gürtellinie! Es müssen Regeln her, z.B. zukünftig darf NUR über das eigene Programm geredet werden!!! Äußerungen über den Gegner Früher hätte man gesagt: Italienische Verhältnisse
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