Forsa-Umfrage Schwarz-Gelb baut Vorsprung aus

Auch die kämpferische Parteitagsrede ihres Kanzlerkandidaten Steinmeier bringt der SPD keinen Aufschwung: In der aktuellen Forsa-Umfrage liegen die Sozialdemokraten weiter deutlich hinter der CDU. Union und FDP bauen ihren Vorsprung sogar noch aus.


Berlin - Schwarz-Gelb gewinnt in der Wählergunst weiter dazu. In der wöchentlichen Umfrage von "Stern" und RTL stiegen CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 36 Prozent. Die FDP kommt erneut auf 15 Prozent. Gemeinsam ergäbe sich damit eine absolute Mehrheit von 51 Prozent.

Die Sozialdemokraten konnten von dem Sonderparteitag mit der kämpferischen Rede ihres Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier vor anderthalb Wochen kaum profitieren. Die SPD gewann zwar einen Punkt hinzu, liegt mit 22 Prozent aber mit 14 Punkten Abstand weiter deutlich hinter der Union.

In der Vorwoche waren die Sozialdemokraten auf 21 Prozent abgesackt - das ist der schlechteste Wert der SPD seit dem Sturz des damaligen Parteichefs Kurt Beck Anfang September 2008.

Die Grünen fielen um einen Punkt auf zwölf Prozent, auch die Linkspartei musste einen Punkt abgeben. Sie sackte auf zehn Prozent und würde damit derzeit ihr selbst gestecktes Ziel von "zehn Prozent plus x" verfehlen. Zusammen kommt das linke Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei auf 44 Prozent.

Könnten die Deutschen ihren Kanzler direkt wählen, würden nur 20 Prozent bei Frank-Walter Steinmeier ihr Kreuz machen - das ist keine Veränderung gegenüber der Vorwoche. Angela Merkel hingegen würden 55 Prozent der Bürger direkt wählen - ein Plus von zwei Punkten. 25 Prozent der Wähler würden für keinen der beiden stimmen.

Das Institut befragte vom 15. bis 19. Juni für die Erhebung 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

amz



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