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19. November 2008, 09:46 Uhr

Forsa-Umfrage

SPD steckt weiter im Stimmungstief

Die SPD liegt in der Wählergunst weiter deutlich hinter der Union. Einer Forsa-Umfrage zufolge kommen die Sozialdemokraten nur auf 23 Prozent. Kanzlerkandidat Steinmeier liegt im direkten Vergleich abgeschlagen hinter der CDU-Chefin Merkel.

Hamburg - Die SPD leidet unter den Auswirkungen des Hessen-Debakels. Zwei Wochen nach der gescheiterten Machtübernahme von Andrea Ypsilanti liegen die Genossen laut aktueller Forsa-Umfrage weiterhin im Stimmungstief.

Würde der Bundestag am kommenden Sonntag neu gewählt, könnten die Sozialdemokraten wie in der Vorwoche nur mit 23 Prozent rechnen, ermittelte Forsa im Auftrag von "Stern" und "RTL".

Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen verlor die Union zwar einen Punkt, liegt jedoch mit einer Zustimmung von 36 Prozent weit vor der Konkurrenz. Grüne und FDP legten um je einen Punkt auf zehn beziehungsweise 13 Prozent zu. Die Linkspartei verlor einen Punkt auf zwölf Prozent. Das bürgerliche Lager aus Union und FDP liegt danach mit 49 Prozent vier Punkte vor Rot-Rot-Grün, die es zusammen auf 45 Prozent bringen.

Auch Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verliert laut Forsa an Zustimmung. Könnten die Befragten den Kanzler direkt wählen, würden sich 52 Prozent für Angela Merkel entscheiden - und nur 23 Prozent für Steinmeier. Nach Angaben von Forsa-Chef Manfred Güllner ist dies "der schlechteste Wert seit dem Führungswechsel" in der SPD.

Für die Umfrage hatte Forsa zwischen Montag und Freitag vergangener Woche 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt. Die Fehlerquote liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

cte/AP/Reuters/ddp

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