Militär Frankreich zieht letzte Kampfeinheit aus Deutschland ab

Sie gilt als letzte rein französischen Brigade, die derzeit noch in Deutschland stationiert ist - jetzt wird das 110. Infanterieregiment aufgelöst. Das gab das Verteidigungsministerium in Paris bekannt. Verteidigungsminister de Maizière bedauerte die Entscheidung.

Verteidigungsminister de Maizière: Frankreich zieht Kampfeinheit ab
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Verteidigungsminister de Maizière: Frankreich zieht Kampfeinheit ab


Paris/Berlin - Das zur deutsch-französischen Brigade (DFB) gehörende 110. Infanterieregiment der französischen Armee wird im kommenden Jahr aufgelöst. Das gab das Verteidigungsministerium in Paris am Donnerstag bekannt. Die Einheit mit rund 725 Soldaten war seit 1964 im baden-württembergischen Donaueschingen stationiert. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich enttäuscht.

Das Pariser Verteidigungsministerium versicherte, die Entscheidung ändere nichts am "vollen Engagement Frankreichs" in der DFB. Vielmehr werde Frankreich der gemeinsamen Brigade ein "neues Regiment mit größeren Einsatzkapazitäten" zuordnen. Das Regiment ist die letzte rein französische Kampfeinheit, die derzeit noch in Deutschland stationiert ist.

"Ich bedauere die französische Entscheidung", erklärte Thomas de Maizière. Das Regiment habe einen langjährigen und erfolgreichen Beitrag zur gelebten deutsch-französischen Freundschaft geleistet, betonte der Bundesverteidigungsminister. Die Entscheidung der Franzosen folge haushaltspolitischen Zwängen. Die Bundesregierung werde die Stationierung des Jägerbataillons 291 im französischen Illkirch-Graffenstaden aufrechterhalten, erklärte de Maizière.

Symbol der Aussöhnung

Die Auflösung des 110. Infanterieregiment ist Teil eines Restrukturierungsprogramms der französischen Streitkräfte. In Deutschland würden "rund 500" Franzosen stationiert bleiben, versicherte Frankreich.

Die deutsch-französische Brigade gilt als wichtiges Symbol der Aussöhnung und Annäherung zwischen beiden Ländern. Den Grundstein für die binationale Kampftruppe hatten Frankreichs Präsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl 1987 bei einem Treffen in Karlsruhe gelegt.

vek/AFP

insgesamt 10 Beiträge
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93160 31.10.2013
1. optional
Richtig so. Was wollen wir in Deutschland?Wir haben auch kein Geld mehr. Warum ist Maizière enttauscht? Diese Frage wird nicht beantwortet.Wir haben in Deutschland nichts zu suchen, genau so wenig wie die Amerikaner. Und, wer die "Freundschaft" nur mit Millitaer begruendet, dem ist auch nicht mehr zu helfen.An Deutschland allgemein, baut Verteidigung auf, aber seid nicht so luestern Angriffskriege zu verfolgen.Sieht nicht gut aus. Weiterhin, die Voelker sehen es zumeist anders als deren Eliten. Es gibt keine Freundschaft zu Deutschland.Freundschaften gibt es nur zwischen privaten Menschen von Frankreich mit Deutschen, oder Amerikanern zu Deutschen. Deutschland sollte weder auf Knien kriechen noch den anderen an die Kehle springen wollen.Deutschland wird leider mit Recht misstraut.Und es wird so bleiben.Gerade bei diesem Herrn ist im Ausland die Warnung rot schon angeboten.
claudiosoriano 31.10.2013
2. Die Misere
Zitat von sysopDPASie gilt als letzte rein französischen Brigade, die derzeit noch in Deutschland stationiert ist - jetzt wird das 110. Infanterieregiment aufgelöst. Das gab das Verteidigungsministerium in Paris bekannt. Verteidigungsminister de Maizière bedauerte die Entscheidung. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/frankreich-zieht-letzte-kampfeinheit-aus-deutschland-ab-a-931087.html
bedauert! Ich nehme an, er hat in seiner Kindheit zuwenig Spielzeug bekommen. Etwa Flugzeugmodelle zum zusammenbauen ( Drohnen) oder etwa Zinnsolaten. Dieser Mann ist ein überheblicher Kostenfaktor, und eine totale fehlbesetzung als V. Minister!
Worldwatch 31.10.2013
3. F. spart sich eine Kampfeinheit im Ausland ...
... weil das (franz. In-)Land pleite ist! Eine gute Entscheidung, fuer den franz. Steuerzahler. Auch gut fuer deut. Steuerzahler, dass der -stets ahnungslose wie kompetenzlose- deut. Verteidigungsminister(-darsteller) nich auch noch fuer's Bleiben der franz. Kampfeinheit bezahlen wollte, bzw. die Mutti darauf draengte. Militaerisch ist das Heimfahren irrelevant. Und ab und an mal miteinander hueben ode drueben ueben, wie feiern, muesste ja weiter drin sein.
spon-1294658886485 31.10.2013
4. Endlich !
Gott sei es gedankt, endlich ziehen die Franzosen komplett ab ! Wieso unser Herr Misere enttäuscht ist ist mir nicht klar.Das ist nur pflichtschuldiges Gebrabbel.Die Frage bleibt berechtigt,was suchen denn unsere US Freunde noch hier? Auch sollten allmählich wirklich ihr Ränzlein packen und zum Städtele hinaus marschieren. Das gilt für die Tommys übrigends genauso!
grünbeck,harald 31.10.2013
5. Warum nicht?
Seit 1994 sind die Russen abgezogen, warum noch heute die Amis da sind weiß keiner.Alle ausländischen Truppen raus aus Deutschland und die BW nur noch zur Verteidigung laut Grundgesetz deutscher Grenzen, aber nicht im Ausland. Da sparen wir Geld und haben es für soziale Zwecke oder Straßenausbau. Der Wasserkopf der BW kann auch verkleinert werden.
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