SPD Franziska Giffey wird offenbar neue Familienministerin

Die SPD-Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge neue Bundesfamilienministerin werden.
Franziska Giffey

Franziska Giffey

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa

Die 39-jährige Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey (SPD), soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung und des ZDF im Kabinett der Großen Koalition Bundesfamilienministerin werden.

Giffey ist aus Sicht der SPD gleich aus mehreren Gründen eine gute Wahl: Sie ist jung, weiblich und ostdeutsch. Damit beantwortet die SPD-Politikerin verschiedene innerparteiliche Repräsentationsfragen. Vor allem aber gilt sie als qualifiziert: Die Verwaltungsexpertin kämpft im als Problembezirk verrufenen Neukölln seit Jahren gegen soziale Probleme.

Giffey wurde in Frankfurt an der Oder geboren, aufgewachsen ist sie in Briesen in Brandenburg. Ihre Jugend war von der Wiedervereinigung geprägt. In der Region fielen die Umbrüche besonders rabiat aus, viele Menschen standen plötzlich ohne Arbeit da. Auch Giffeys Eltern, ein Automechaniker und eine Buchhalterin, mussten umlernen. Giffey ging nach ihrem Abitur 1997 zum Lehramtsstudium nach Berlin.

Sie wechselte schließlich zur Politikwissenschaft, weil ihre Stimme zu dünn sei, um vor einer Klasse zu bestehen. Zusätzlich studierte sie Verwaltungsmanagement und promovierte in Politikwissenschaft zum Thema Bürgernähe der EU. 2010 wurde sie Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport. Im Frühjahr 2015 wurde sie von der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln zur Bürgermeisterin des Bezirks gewählt.

Ihren Vorgänger Heinz Buschkowsky bezeichnet Giffey als ihr politisches Vorbild.

höh/dpa/AFP
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