Frauenquote Schwesig lobt Mini-Fortschritt

Um knapp vier Prozent ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten gestiegen. Familienministerin Manuela Schwesig spricht von einem Erfolg, Justizminister Heiko Maas gibt sich zurückhaltender.
Justizminister Heiko Maas, Familienministerin Manuela Schwesig

Justizminister Heiko Maas, Familienministerin Manuela Schwesig

Foto: Jörg Carstensen/ dpa

Seit einem halben Jahr gibt es die Frauenquote. Nach Einschätzung der Bundesregierung zeigt das Gesetz erste Erfolge. "Wir haben mehr Frauen in Führungspositionen und wir werden auch zukünftig mehr Frauen in Führungspositionen bekommen", sagte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) in Berlin. Es müsse noch viel getan werden.

Bei den rund 150 Gesellschaften, die sich an die Quote halten müssen, sei der Anteil der Frauen in den Aufsichtsräten binnen sechs Monaten um 3,86 Prozentpunkte auf 25,83 Prozent nach oben geklettert. Alle Unternehmen, die in diesem Jahr bereits gewählt haben, hätten sich bei ihren Neuwahlen an die Vorgaben gehalten, sagte Schwesig.

Justizminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich zurückhaltender: "Ich will noch einmal betonen, dass wir von einem außerordentlichen schlechten Status quo starten", sagte er. Deutschland stehe im internationalen Vergleich schlecht da.

Seit dem 1. Januar müssen börsennotierte Unternehmen bei Aufsichtsräten mindestens 30 Prozent der neu zu besetzenden Posten mit Frauen besetzen. Die Quote gilt für Unternehmen, bei denen der Aufsichtsrat jeweils zur Hälfte mit Vertretern von Anteilseignern und Arbeitnehmern besetzt ist.

cte/dpa