Affäre um Landesliste AfD fürchtet Strafanzeige gegen Parteichefin Petry

Der AfD-Chefin Petry droht ein Strafverfahren wegen Meineids - ihr Generalsekretär rechnet mit einer Anzeige. Nach Informationen des SPIEGEL geht er davon aus, dass etwas "an uns haften bleibt".
AfD-Chefin Petry: Soll einen bereits aufgestellten Kandidaten wieder von der Landesliste gestrichen haben

AfD-Chefin Petry: Soll einen bereits aufgestellten Kandidaten wieder von der Landesliste gestrichen haben

Foto: Jens Wolf/ dpa

Die sächsische AfD-Führung bereitet ihre Mitglieder nach Informationen des SPIEGEL darauf vor, dass es in der Affäre um die Aufstellung der Landesliste zur sächsischen Landtagswahl zu einem Verfahren gegen Parteichefin Frauke Petry kommen könnte. "Wir gehen fest davon aus, dass es Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft geben wird", heißt es in einer Rundmail von Petrys Generalsekretär Uwe Wurlitzer an die Parteimitglieder. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Man sei zwar "fest davon überzeugt, dass die Anzeigen ins Leere laufen werden", schreibt Wurlitzer. Doch "ein wenig" werde trotzdem "an uns haften bleiben".

Petrys Landesvorstand wird vorgeworfen , einen bereits aufgestellten Kandidaten von der Landesliste wieder gestrichen zu haben, weil er keine Kreditleistung an die Partei erbringen wollte. Bei den Anhörungen im Landtag zu der Affäre hatten sich Petry und ein Mitstreiter mehrmals widersprochen. Da beide unter Eid standen, droht ihnen nun ein Strafverfahren wegen Meineids und damit eine mögliche Mindeststrafe von einem Jahr Gefängnis.