AfD-Chefin Anschlag auf Frauke Petrys Firma

Zerschlagene Scheiben und Buttersäure: Unbekannte haben eine Halle des Unternehmens angegriffen, in dem AfD-Chefin Frauke Petry als Geschäftsführerin arbeitet. Die Partei veröffentlichte ein Bekennerschreiben.

Produktionshalle von Petrys Firma: Drei vermummte Männer am Tatort
DPA/ AfD-Fraktion

Produktionshalle von Petrys Firma: Drei vermummte Männer am Tatort


Auf die Firma von AfD-Chefin Frauke Petry ist in der Nacht zum Donnerstag in Leipzig ein Anschlag verübt worden. Die Polizeidirektion Leipzig bestätigte eine entsprechende Meldung der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag. Bisher unbekannte Täter hätten Scheiben in der Produktionshalle eingeworfen und eine teerähnliche Flüssigkeit sowie Buttersäure verschüttet, hieß es in der AfD-Mitteilung.

Das von Petry gegründete Chemieunternehmen im Leipziger Stadtteil Plagwitz hatte Ende 2013 Insolvenzanmelden müssen. Die Politikerin arbeitet dort weiterhin als Geschäftsführerin. Zum Zeitpunkt des Anschlags machte sie Urlaub in Österreich.

Die Partei veröffentlichte auch ein Bekennerschreiben. Darin bezeichnen sich die mutmaßlichen Täter als Autonome. Mit der Aktion wollen diese auf die sich "drastisch zuspitzende rassistische Stimmung in Deutschland" aufmerksam machen, heißt es in dem Schreiben. Petry machen sie dafür mitverantwortlich. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen drei vermummte Männer am Tatort gesehen.

Der parlamentarische Geschäftsführer der sächsischen AfD-Fraktion, Uwe Wurlitzer, erklärte, alles deute darauf hin, dass es sich um eine politisch motivierte Straftat aus dem linksextremistischen Milieu handele. Die AfD hat sich in der Vergangenheit immer wieder über Angriffe aus dem linken Lager beklagt.

kev/AFP/dpa



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