Proteste von "Fridays for Future" Laschet hofft, dass Klimaaktivisten "in die Parlamente einziehen"

Der CDU-Politiker Armin Laschet gehört zu den Kritikern der Klimademos von "Fridays for Future". Dennoch wünscht er sich, dass die jungen Aktivisten selbst in die Politik gehen - und verweist auf seine eigene Karriere.

Armin Laschet: "Man dachte, die Jugend interessiert die Politik nicht mehr"
Fabian Strauch/dpa

Armin Laschet: "Man dachte, die Jugend interessiert die Politik nicht mehr"


Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich wiederholt kritisch über die jungen Demonstranten der "Fridays for Future"-Bewegung geäußert - jetzt sieht er das offenbar ein bisschen anders.

Er hoffe, dass Teilnehmer der Schülerproteste für mehr Klimaschutz in die Politik einsteigen, sagte Laschet bei einem vom "Kölner Stadt-Anzeiger" initiierten Streitgespräch mit dem YouTuber Dominik Porschen. Das Video wurde auf Porschens Kanal "Filmlounge" veröffentlicht.

"Es gab ja eine Zeit, wo man dachte, die Jugend interessiert die Politik nicht mehr", sagte Laschet. Er selbst habe sich als Schüler für Entwicklungsgerechtigkeit zwischen Nord und Süd engagiert. "So bin ich zur Politik gekommen", sagte der CDU-Politiker. Er hoffe, "dass manche von denjenigen, die jetzt aktiv sind, selbst irgendwann auch in die Parlamente einziehen."

Weltweit mobilisiert die Bewegung "Fridays for future" Menschen für den Klimaschutz. Auch in Deutschland gehen freitags regelmäßig Schüler und Studierende auf die Straße. Laschet hatte Anfang des Jahres unter anderem die Proteste während der Unterrichtszeit kritisiert. Ende Oktober stritt er sich bei einer vom SPIEGEL veranstalteten Podiumsdiskussion mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

mes/AFP



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