Proteste von Fridays for Future Klimaschützer blockieren Zentralen der Ampelparteien

Tausende Klimaschützer von Fridays for Future haben kurz nach Beginn der Koalitionsverhandlungen in Berlin protestiert. Manche von ihnen nahmen die Parteizentralen von SPD, FDP und Grünen ins Visier.
Demo vor dem Brandenburger Tor

Demo vor dem Brandenburger Tor

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Rund 20.000 Menschen sind nach Angaben von Fridays for Future am Freitag vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel gezogen, um von der möglichen Ampelkoalition besseren Klimaschutz zu fordern. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren es weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer – er sprach von einer »hohen vierstelligen« Zahl.

Die Demonstration sei überwiegend störungsfrei verlaufen, hieß es. Nach deren Ende kam es jedoch zu Blockaden vor den Zentralen von SPD, Grünen und FDP.

Die größte Aktion war vor der SPD-Parteizentrale in Kreuzberg: Rund 200 Menschen blockierten nach Polizeiangaben die Kreuzung vor dem Willy-Brandt-Haus, auf der auch ein Traktor abgestellt wurde. Drei Männer kletterten auf Ampel- beziehungsweise Laternenpfähle.

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Auch vor der Parteizentrale der Grünen versammelten sich laut Polizei Klimaschützer auf der Straße. Dort seien es 35 bis 40 Menschen gewesen, hieß es. Vor dem Parteihaus der FDP gab es ebenfalls Aktionen, wie es von Fridays for Future hieß.

Die Umweltschützer der Bewegung fordern unter anderem einen verbindlichen Kohleausstieg bis 2030 und einen Einbaustopp für fossile Verbrennungsmotoren ab 2025. Unter dem Motto »Ihr lasst uns keine Wahl« protestierten die Demonstranten gegen das aus ihrer Sicht unzureichende Programm. Aktivistin Luisa Neubauer hatte jüngst gesagt, ein Weiter-so in der Klimapolitik sei zum Scheitern verurteilt.

Rund 30 Akteure mit den Themen Klima-, Antirassismus- und soziale Gerechtigkeit hatten zu dem Protest aufgerufen. Die Demonstration war zugleich Auftakt der Aktionstage, zu dem das Bündnis »Gerechtigkeit jetzt!« anlässlich der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP aufgerufen hat. Bundesweit gab es weitere Kundgebungen, unter anderem in Baden-Württemberg und Niedersachsen.

als/dpa
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