Friedensdemo "Brot statt Bomben"


Frankfurt am Main: Demo gegen den Krieg
REUTERS

Frankfurt am Main: Demo gegen den Krieg

Frankfurt am Main - Angesichts der angespannten weltpolitischen Lage haben in Frankfurt rund 1000 Menschen für den Frieden demonstriert. Die Marschierer forderten die USA auf, die Terroranschläge in New York und Washington nicht mit Vergeltungsschlägen zu beantworten. Stattdessen bräuchten Länder wie Afghanistan humanitäre Hilfe: "Terror ist keine Lösung - Brot statt Bomben", stand auf einem der Spruchbänder. Nach einem Zug durch die Frankfurter Innenstadt versammelten sich die Demonstranten zu einer Kundgebung vor der Alten Oper. Die Veranstaltung verlief nach Darstellung der Polizei ohne Zwischenfälle.

Zu der Märschen hatten verschiedene Friedensinitiativen aufgerufen, unter den Teilnehmern fanden sich auch zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder.

In Flugblättern mahnten Demonstranten, es dürfe keinen militärischen Rachefeldzug für die Anschläge geben, der sich gegen die Bevölkerung eines Landes richte. Die Täter müssten stattdessen aufgespürt und vor Gericht gestellt werden. Auch eine Beteiligung Deutschlands an Militärschlägen lehnten sie ab. Die Verfasser kündigten außerdem an, sie würden in Deutschland "allen Tendenzen zur Errichtung eines Polizeistaats entschieden entgegentreten, denn dieser würde nicht den Terror unterbinden, sondern unsere demokratische Freiheit".



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