Friedensmission Struck stellt 350 Soldaten für den Kongo bereit

Bis zu 350 deutsche Soldaten sollen sich an der Friedensmission der EU im Kongo beteiligen. Allerdings sollen sie nach Worten von Verteidigungsminister Peter Struck nicht im Krisengebiet selbst eingesetzt werden.


Bundeswehr-Transall: 350 deutsche Soldaten für Kongo-Mission
DPA

Bundeswehr-Transall: 350 deutsche Soldaten für Kongo-Mission

Brüssel - Die deutschen Soldaten sollen laut Struck vor allem logistische und medizinische Hilfe leisten. Das Bundeskabinett wird für die Entsendung der Einheiten heute eine Entscheidungsvorlage für den Bundestag beschließen.

Struck betonte, die Zahl von 350 Soldaten für diesen Einsatz sei sehr hoch angesetzt, um ausreichende Reserven zu haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit würden deutlich weniger Soldaten eingesetzt. Die Bundeswehr solle die Friedenstruppe zur Verhinderung weiterer Massaker zwischen den verfeindeten Bevölkerungsgruppen im Kongo vor allem logistisch unterstützen. Dafür werde die Luftwaffe mit Transall-Maschinen in das Nachbarland Uganda fliegen. Auch der Sanitäts-Airbus der Luftwaffe solle zur Verfügung gestellt werden. Der Einsatzbeginn müsse noch mit Frankreich, der Führungsmacht der EU-Truppe, abgestimmt werden.

Kein deutscher Soldat werde im Kongo selbst eingesetzt, unterstrich Struck. "Wir werden uns nicht in Kampfhandlungen einmischen", sagte er. Eine Ausnahme könne es nur dann geben, wenn in einem Notfall Evakuierungsmaßnahmen erforderlich würden.



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