Bundestagswahl Friedrich Merz gewinnt Duell um CDU-Direktkandidatur im Sauerland

»Es tut ganz gut, mal wieder eine Abstimmung zu gewinnen«: Friedrich Merz ist im Hochsauerlandkreis zum Kandidaten für die Bundestagswahl gekürt worden. Er setzte sich gegen den aktuellen Abgeordneten durch.
Aufstellungsversammlung unter freiem Himmel: Friedrich Merz auf der Tribüne des Stadions Große Wiese in Arnsberg

Aufstellungsversammlung unter freiem Himmel: Friedrich Merz auf der Tribüne des Stadions Große Wiese in Arnsberg

Foto: Jonas Güttler / dpa

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz ist von der CDU im Hochsauerlandkreis in einer Kampfabstimmung zum Kandidaten für die Bundestagswahl gewählt worden. Eine Aufstellungsversammlung unter freiem Himmel in einem Fußballstadion im sauerländischen Arnsberg bestimmte den 65-Jährigen am Samstag zum CDU-Direktkandidaten im Wahlkreis 147. Das Nachsehen hatte der aktuelle CDU-Abgeordnete Patrick Sensburg. Merz erhielt 327 Stimmen, Sensburg 126 Stimmen.

»Es tut ganz gut, mal wieder eine Abstimmung zu gewinnen«, sagte Merz nach der Wahl. Merz und Sensburg hatten zuvor in jeweils über 20-minütigen Reden um die Zustimmung der Delegierten geworben. Während Sensburg vor allem auf seine Tätigkeit für den Wahlkreis in den vergangenen knapp zwölf Jahren verwies, kritisierte Merz den Zustand seiner Partei. Er versprach den Delegierten, keinen »bequemen und angepassten Abgeordneten« zu bekommen.

Der Hochsauerlandkreis mit seinen rund 260.000 Einwohnern gilt als CDU-Hochburg. Sensburg ist dort bereits seit zwölf Jahren Abgeordneter. Er war 2009 Friedrich Merz nachgefolgt, der damals nach vier Wahlperioden (1994-2009) nicht erneut kandidiert hatte.

mkl/dpa