Future Combat Air System Fortschritt bei europäischem Kampfjet-Projekt erzielt

Nach wochenlangen Verzögerungen haben sich Deutschland, Frankreich und Spanien auf die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Luftkampfsystems verständigt. Die Länder wollen eine hohe Milliardensumme investieren.
Ein Modell des neuen Kampfjets für das Future Combat Air System

Ein Modell des neuen Kampfjets für das Future Combat Air System

Foto: VERONIQUE BESNARD / AFP

Deutschland, Frankreich und Spanien haben sich auf weitere Schritte zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Kampfflugzeugs geeinigt. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, hätten die beteiligten Länder das weitere Vorgehen bei dem geplanten europäischen Luftkampfsystem »Future Combat Air System« (FCAS) geklärt. Demnach soll das Luftabwehrsystem ab 2040 einsatzfähig sein und unter anderem den Eurofighter ablösen.

Neben den neuen Kampfflugzeugen sollen auch gesteuerte Drohnen und ein Datennetzwerk Teil des Rüstungsprojekts sein. Bis 2027 sollen zunächst fliegende »Demonstratoren« entwickelt werden. Ziel des insgesamt 100 Milliarden Euro teuren Projekts sei es, die eigenständigen europäischen Fähigkeiten der Luftverteidigung sicherzustellen.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly bezeichnete es bei Twitter als »eines der wichtigsten Werkzeuge für die Souveränität Europas im 21. Jahrhundert«.

Einigung über die Finanzen

Ein Streit über die Nutzungsrechte  am geistigen Eigentum an der Entwicklung hatte zuletzt zu wochenlangen Verzögerungen geführt. Diese sind nach Aussage des Bundesverteidigungsministeriums nun geklärt. Mit der Einigung sei nun auch geregelt, dass die drei Staaten die Kosten von 3,5 Milliarden Euro, die in der nächsten Entwicklungsphase anfallen, jeweils zu einem Drittel übernehmen.

In der kommenden Woche kann sich nun der Bundestag mit der Finanzierung des Vorhabens beschäftigen. Dazu muss die entsprechende Beschlussvorlage dem Haushaltsausschuss vorgelegt werden.

tfb/AFP/Reuters
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