Olaf Scholz bei Anne Will zu Rücktrittsspekulationen "Nein, das tue ich nicht"

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz steht für die Gewalteskalation beim G20-Gipfel in der Kritik. In der Sendung "Anne Will" verteidigte der den Polizeieinsatz - und wies Rücktrittsforderungen von sich.
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz zur Bilanz des G20-Gipfels

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz zur Bilanz des G20-Gipfels

Foto: Christian Charisius/ dpa

Der unter Druck geratene Regierungschef von Hamburg, Olaf Scholz (SPD), hält auch nach den schweren Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels an seinem Amt fest. Auf die Frage, ob er über Rücktritt nachdenke, sagte Scholz am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will": "Nein, das tue ich nicht." Scholz' Rücktritt war von der CDU-Fraktion der Hansestadt gefordert worden.

Scholz wird vorgeworfen, die Gefahren durch Randalierer unterschätzt zu haben. Jan Reinecke, Vorsitzender beim Bund Deutscher Kriminalbeamter, sagte in der Sendung, Priorität der Polizei sei es gewesen, die Gipfelteilnehmer zu schützen. Anwohner, die sich bei der Eskalation der Gewalt im Schanzenviertel am Freitagabend alleingelassen gefühlt haben, hätten erst an zweiter Stelle gestanden.

Scholz stritt diese Priorisierung ab. "Das sagt Herr Reinecke. Ich nicht." Er verteidigte den Polizeieinsatz. "Wir haben 20.000 Polizisten im Einsatz gehabt. Das war alles, was in Deutschland verfügbar gemacht werden konnte." Nun müssten die Ausschreitungen und Reaktionen analysiert werden. "Es kann auch sein, dass wir dazu keine wirklich einfachen Antworten haben."

Im Video: Olaf Scholz -"Die Polizei hat alles richtig gemacht"

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Scholz kündigte zudem deutliche Strafen für Gewalttäter an. "Die Straftäter, von denen wir nicht wenige identifiziert haben, müssen hart verurteilt werden - und werden das auch. Wir haben sehr viel Beweismaterial gesammelt."

sun/dpa
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