Affäre um Gewehr G36 Task Force soll Vetternwirtschaft im Wehrressort aufdecken

Ursula von der Leyen tritt in der Affäre um das Sturmgewehr G36 die Flucht nach vorn an: Eine Task Force soll nach Informationen des SPIEGEL dem Verdacht der Vetternwirtschaft im Verteidigungsministerium nachgehen.
Rekrut schießt mit der G36: "Kollusive Kontakte" zum Hersteller?

Rekrut schießt mit der G36: "Kollusive Kontakte" zum Hersteller?

Foto: Arno Burgi/ dpa

Wie eng sind die Verbindungen zwischen Beamten aus dem Wehrressort und dem Waffenhersteller Heckler & Koch? Das soll in der Affäre um das umstrittene Bundeswehr-Gewehr G36 eine interne Task Force aufdecken, die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Auftrag gegeben hat.

Die Gruppe wird von Staatssekretär Gerd Hoofe geleitet, einem engen Vertrauten der Ministerin. Er bekam laut internen Unterlagen, die dem SPIEGEL vorliegen, den Auftrag, die "Beziehungen im Verhältnis der Dienststellen der Bundeswehr zum Unternehmen Heckler & Koch" aufzuklären. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Als ersten Arbeitsschritt soll eine extra eingerichtete Prüfgruppe alle "kollusiven Kontakte" auflisten, so nennt man in der Amtssprache Treffen von Ministeriumsbeamten mit Firmenvertretern außerhalb der Dienstzeiten.

Wegen des Verdachts der Kumpanei mit Heckler & Koch versetzte von der Leyen den ehemaligen Leiter der Rüstungsabteilung in einem Schnellverfahren in den Ruhestand. Detlef Selhausen wurde am Montag ohne Angabe von Gründen von seinem neuen Posten als Manager des Bundeswehr-Fuhrparks abberufen.

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