Sieben buntgezackte Linien und zwei Schriftzüge: Macht zusammen 80.000 Euro. Das Logo für den umstrittenen G7-Gipfel im bayerischen Elmau ist deutlich teurer geworden als geplant. Schuld daran ist angeblich Wladimir Putin.
Bundeskanzlerin Merkel vor G7-Logo: Zehntausende Euro für bunte Linien
Foto: Peter Kneffel/ dpa
Exakt 79.964,43 Euro hat Deutschland die Entwicklung des Logos für das G7-Gipfeltreffen im Juni gekostet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von abgeordnetenwatch.de hervor, wie die Transparenzorganisation schreibt. Dieser Betrag fiel demnach deutlich höher aus als ursprünglich geplant - angeblich "aufgrund der aktuellen politischen Lage".
Demnach habe die "Verkleinerung des Teilnehmerkreises" bei dem Treffen im oberbayerischen Elmau zu dieser Verteuerung geführt: Als der russische Präsident Wladimir Putin von dem Gipfel ausgeladen wurde, mussten die Gestalter des Logos, eine Vertragsagentur des Bundespresseamts, fast von vorne anfangen.
Das Ergebnis wurde der Verkleinerung des Formats von G8 auf G7 angepasst: Sieben gezackte Linien, die eine Bergsilhouette formen, sind in der finalen Version des Logos zu sehen. Wie die ursprüngliche Fassung aussah, ist nicht bekannt.
Zum umstrittenen G7-Gipfel waren Anfang Juni die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen außer Russland ins oberbayerische Schloss Elmau gekommen. Das Treffen soll insgesamt mindestens 200 Millionen Euro gekostet haben, der Steuerzahlerbund in Bayern sprach sogar von 360 Millionen.